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So rückt das Rödertal näher an Dresden

Die Landeshauptstadt will den Verkehr neu sortieren. Die SZ erklärt, was das der Region um Radeberg bringt.

Von Sebastian Kositz

Neue Straßen, mehr Schienen, bessere Radwege – auf mehr als 250 Seiten hat die Stadt Dresden jüngst ihr Verkehrskonzept für die nächsten Jahre präsentiert. Bereits konkrete Projekte, obendrein eine Fülle an Ideen, sind in dem Papier enthalten, mit denen die Landeshauptstadt den Verkehr teilweise neu ordnen und verteilen möchte. Über Monate haben zahlreiche Fachleute und Interessensvertreter an dem Paket gestrickt, Machbarkeit und Nutzen zahlreicher Vorhaben unter die Lupe genommen. Auch wenn viele der im „Verkehrsentwicklungsplan 2025 plus“ geäußerten Vorschläge längst noch nicht verbindlich sind und zunächst auch nur zur öffentlichen Diskussion gestellt werden, so zeigt der Entwurf dennoch klar an, wo die Stadt künftig anpacken möchte. Eine Reihe der teils konkret, teils noch sehr unscharf skizzierten Vorstellungen wird dabei auch massive Folgen für das Umland haben. Die SZ stellt die wichtigsten Punkte aus dem Konzept vor, mit denen das Rödertal deutlich näher an die Stadt heranrücken würde.

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Straßenbahn nach Ottendorf-Okrilla

Bereits seit Jahren wird die Anbindung der Großgemeinde an das Straßenbahnnetz der Landeshauptstadt diskutiert, im Verkehrsentwicklungsplan Dresdens nimmt das Projekt jetzt eine sehr zentrale Rolle ein. Zwar lässt der Verkehrsverbund Oberelbe derzeit noch untersuchen, ob die Tram überhaupt Sinn macht oder doch besser weiterhin der Zug fährt. Doch in dem Papier wird die Straßenbahn sehr deutlich favorisiert. Das Vorhaben ist als „zielführend und sinnvoll“ eingruppiert. Die Option, die bestehende Eisenbahnstrecke für einen besseren Takt auszubauen, fehlt im Konzept hingegen gänzlich.

Autobahnanschlussstelle in Weixdorf

Schon länger im Gespräch ist auch die Anschlussstelle zur A 4 in Weixdorf, in ihrem Konzept bekennt sich die Stadt Dresden sehr deutlich dazu. Das Straßenbauamt des Freistaats prüft derzeit bereits die genaue Umsetzung, verweist darauf, dass derzeit mehrere Varianten über die genaue Lage und die Zuwegung untersucht würden. Im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Dresden ist eine Variante allerdings immer wieder äußerst konkret aufgezeigt. Demnach könnte die Anschlussstelle östlich von der jetzigen Brücke über die A 4 zwischen Medingen und Weixdorf entstehen.

Mehr Radwege ins Rödertal

Extrem viel Handlungsbedarf erkennen die Fachleute im Bereich der Radwege. Das betrifft vor allem die Innenstadt, aber auch der Ausbau der regionalen Anbindung ins Umland wird angemahnt. Schwerpunkte im Dresdner Norden bilden dabei die Verbindungen nach Radeberg über Langebrück sowie von Weixdorf nach Hermsdorf und Marsdorf. Diese Routen sind zugleich Bestandteil eines geplanten engmaschigen Radkorridors in der Landeshauptstadt.

Neue Park-&-Ride-Plätze

Laut den Fachleuten sind die bestehenden Park-&-Ride-Plätze in Langebrück und Klotzsche schon jetzt „oft vollständig ausgelastet beziehungsweise bereits überlastet.“ Hier wird eine Erweiterung als „sinnvoll“ empfohlen. Zudem sind aber auch neue Standorte im Gespräch, darunter Weixdorf-Bad und am S-Bahn-Haltepunkt Grenzstraße in Klotzsche.

Mehr Züge nach Ostsachsen

Ebenfalls als „sinnvoll“ erachten die Experten eine engere Taktung der Züge auf der Strecke zwischen Dresden und Bischofswerda. Damit das funktioniert, müsse allerdings die Strecke ausgebaut werden, auf Abschnitten um ein drittes Gleis ergänzt werden. Als Beispiel wird in dem Papier der Neubau eines dritten Gleises zwischen Dresden-Neustadt und Klotzsche genannt.