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So sehen die Linken und ihre Verbündeten das Thema

Die Pächter sollen langfristigen Schutz genießen, nur so ließen sich die Sparten erhalten.

„Die Kleingärtner und ihre Vereine bräuchten eine klare Ansage und eine klare Perspektive, sonst sind sie dem Untergang geweiht“, so Ingolf Brumm von der Linksfraktion.
„Die Kleingärtner und ihre Vereine bräuchten eine klare Ansage und eine klare Perspektive, sonst sind sie dem Untergang geweiht“, so Ingolf Brumm von der Linksfraktion. © Claudia Hübschmann

Meißen. Das Festschreiben einer Zwei-Drittel -Mehrheit des Stadtrates bei schwerwiegenden Eingriffen in die Sparten soll für einen höheren Schutz als derzeit sorgen.

Das Argument, damit privaten Grundstücksbesitzern alle Möglichkeiten zu nehmen, ihre derzeit als Schrebergärten genutzten Flächen zu entwickeln, weisen die Linken und ihre Verbündeten zurück. Sie betonen dagegen, dass auf verschiedenen Ebenen – wie zum Beispiel in Naturschutzgebieten – staatliche Vorgaben immer wieder private Immobilienbesitzer in ihrer Entscheidungsfreiheit einschränken.

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Parallel dazu wird etwa von Stadtrat Walter Hannot (Bürger für Meißen) gegen das Rathaus und die Fraktion aus ULM, CDU, Freien Bürgern und FDP der Vorwurf erhoben, die Argumente der rechtlichen Unzulässigkeit und schwierigen Umsetzbarkeit gegen den Antrag der Linken nur vorzuschieben und diese nicht ordnungsgemäß juristisch zu beraten.

Die Stadträte der Linksfraktion gehen davon aus, dass einige Kleingartengrundstücke für Investoren lukrativ sind. Dagegen stehe jedoch ein Wohnungsleerstand von über 16 Prozent. Derzeit seien in Meißen gleich mehrer Neubaugebiete ausgewiesen, welche erst einmal bebaut werden sollten. „Die Kleingärtner und ihre Vereine bräuchten eine klare Ansage und eine klare Perspektive, sonst sind sie dem Untergang geweiht“, so Ingolf Brumm von der Linksfraktion in einer von mehreren Wortmeldungen zu dem Thema.

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 Kein Kleingärtner würde eine frei gewordene Parzelle anmieten, bei er nicht sicher sein könne, dass diese auch über viele Jahre noch Bestand haben werde. Schönere Vereine als die an der Schreberhöhe und an der Triebisch könne man sich kaum vorstellen. Ein historisches Vereinshaus mit Kegelbahn und bester Aussicht auf Meißen und den neuen Bürgerpark dürfe nicht Eigenheimen weichen.

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