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So sieht Leppersdorfs neuer Einkaufsmarkt aus

An der Einfahrt zu Müllermilch rollen seit einer Woche die Bagger. Der Zeitplan sieht eine Eröffnung noch in diesem Jahr vor.

© Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

Leppersdorf. Nun kann Leppersdorfs Ortsvorsteher Volkmar Lehmann endlich die frohe Botschaft verkünden: Es geht los! „Die Bürger haben mich in letzter Zeit so oft danach gefragt“, berichtet er. Gemeint ist die neue Filiale der Supermarktkette Norma, die direkt an der Ecke Pulsnitzer Straße/An den Breiten entsteht. Die Pläne dafür sind schon anderthalb Jahre alt. Ein Baustart verzögerte sich aber immer wieder. Das größte Problem stellte zwischendurch die Abflussmenge an Regenwasser vom Supermarkt dar. Die sei für das Leppersdorfer Kanalsystem zu groß. Kanaldeckel könnten herausgedrückt werden. Doch Ende des vergangenen Jahres sickerte dann aber doch die gute Nachricht durch: Die Baugenehmigung ist erteilt. Als möglicher Baustart war damals von April 2018 die Rede.

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Nur noch sechs Monate und dann steht der geplante Norma-Markt an der Ecke Pulsnitzer Straße/An den Breiten. Die Visualisierung gibt schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das Ergebnis.
Nur noch sechs Monate und dann steht der geplante Norma-Markt an der Ecke Pulsnitzer Straße/An den Breiten. Die Visualisierung gibt schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf das Ergebnis. © Visualisierung: Norma

Zugegeben – der Monat April konnte nicht ganz gehalten werden. Doch vor einer Woche war es tatsächlich so weit: An der Einfahrt zum Müllermilch-Gelände rückten die Bagger an. Der offizielle Spatenstich mit Vertretern der Supermarkt-Kette und Leppersdorfs Ortsvorsteher erfolgte diese Woche.

Dabei schwang auch Volker Beduhn freudig einen Spaten. Denn der Chef des Ottendorfer Mühlenbäckers will in dem neuen Supermarkt ebenfalls mit einziehen. Natürlich nicht persönlich, dafür aber seine Produkte sowie einige Fachverkäufer. „Die Leppersdorfer haben schon länger Interesse an einer Filiale bekundet“, berichtet der Ottendorfer Bäcker-Chef. Deshalb sieht er die künftigen Kunden vor Ort vor allem auch in den Bürgern. „Natürlich wollen wir aber möglichst viele Zielgruppen ansprechen“, fügt Volker Beduhn hinzu und spielt dabei auf die etwa 2 500 Mitarbeiter von Müllermilch an. Deshalb sei es geplant, nicht nur einen Backshop einzurichten, in dem Brot und Brötchen verkauft werden. „Das Konzept wird dem im Radeberger Edeka sehr ähnlich sein“, erklärt der Mühlenbäcker-Chef. Sprich: In Leppersdorf entsteht ein richtiges kleines Café mit Sitzmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich. Die Kunden können sich über ein Frühstücks- und Mittagsangebot freuen. Und natürlich gibt es auch lecker Kaffee und Kuchen.

Letztgenannter kann sicherlich als kleine Belohnung nach dem wöchentlichen Großeinkauf genossen werden. Denn genau dieser ist mit dem Bau der Norma-Filiale ab sofort in der kleinen Ortschaft wieder möglich. „Jetzt müssen wir nicht mehr bis ins benachbarte Radeberg fahren“, freut sich der Ortsvorsteher und spricht damit wohl allen Bürgern aus der Seele. Denn der letzte Einkaufsmarkt schloss nur wenige Jahre nach der Wende, so Volkmar Lehmann: „Wir hatten uns dann um die Ansiedlung eines Einkaufsmarktes gekümmert. Es kamen jedoch nur Absagen. Leppersdorf mit seinen 1 000 Einwohnern sei zu klein, hieß es.“

Doch kurz nach der Wende konnte ja noch keiner ahnen, dass mit dem Erwerb des Sachsenmilch-Werkes in Leppersdorf im Jahr 1994 die Unternehmensgruppe Theo Müller eines seiner größten Investitionsprojekte startet. Die Belegschaft ist von anfangs einigen Hundert auf die heutigen rund 2 500 angestiegen – alles potenzielle Kunden, die direkt nach der Arbeit noch ihren Einkauf erledigen. Hinzu kommt die günstige Lage. Denn nur wenige Meter entfernt ist die Auffahrt zur Autobahn A 4.

Insgesamt entsteht der neue Supermarkt auf einer Fläche von 7 500 Quadratmetern. Das Sortiment umfasst die gängigsten Lebensmittel, frisches Obst und Gemüse sowie Haushaltswaren. Nach Angaben des Norma-Expansionsleiters Wolf Krieger stehen den Kunden zudem 70 Parkplätze zur Verfügung. Den Bau selbst übernimmt übrigens die Oberlichtenauer Baugesellschaft. Ein sehr guter Partner, wie Wolf Krieger verkünden kann. Deshalb geht er fest davon aus, dass eine Eröffnung des Supermarktes bereits Ende November möglich ist! Die Bürger können also gespannt sein und – wenn alles klappt – in einem halben Jahr erstmals nach über 20 Jahren in ihrer Ortschaft wieder einkaufen.