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Pirna

So sieht Pirnas neue Gartenstadt aus

Auf dem früheren Gelände der Sandsteinwerke entsteht der Wohnpark "Sandsteingärten" - ein herausforderndes Projekt mit vielen neuen Wohnungen.

Blick auf den künftigen Wohnpark "Sandsteingärten": Zwölf Häuser mit insgesamt 88 Wohnungen.
Blick auf den künftigen Wohnpark "Sandsteingärten": Zwölf Häuser mit insgesamt 88 Wohnungen. © Visualisierung: www.seidelstudios.de

Das große Areal, das sich zwischen der Siegfried-Rädel-Straße und der Gottleuba in der Pirnaer Innenstadt erstreckt, war von jeher ein Industriestandort. Zuletzt hatten die Sächsischen Sandsteinwerke eine ihrer Betriebsstätten auf dem Gelände, doch das Unternehmen gab diesen Standort 2015 auf. Seither liegt das Gebiet brach. Nun soll aber eine einzigartige Transformation gelingen - vom Gewerbestandort hin zu einem Wohngebiet. Auf dem Areal, so ist der Plan, wird der Wohnpark "Sandsteingärten" entstehen, ein Millionen-Projekt. Die Pläne dafür sind inzwischen ausgereift, der Baustart steht bevor. Sächsische.de stellt die Details vor.

Wo soll der neue Wohnpark entstehen?

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Der Wohnpark entsteht auf dem früheren Gelände der Sächsischen Sandsteinwerke im Pirnaer Zentrum. Das gesamte Areal ist 18.700 Quadratmeter groß, es geht von der Siegfried-Rädel-Straße - jener Teil der Rädelstraße, die in Richtung OBI-Baumarkt führt - bis hinüber zur Gottleuba, die parallel zum Baugebiet und zur Bahnhofstraße fließt. Gegenüber des geplanten Wohnparks im Norden liegen die Landestalsperrenverwaltung, der Busbahnhof sowie der Bahnhof. Im Westen schließt sich eine Kleingartensparte an, im Osten stehen mehrere große Villen. "Unser Ziel ist es, einen alten Industriestandort zu revitalisieren und in einen Wohnpark umzuwandeln", sagt Sven Vater, Geschäftsführer der Pirnaer Geva-Unternehmensgruppe.

Wer baut das neue Wohngebiet?

Für das große Projekt hat sich eigens eine neue Firma gegründet - die VKSH Invest GmbH & Co. KG. Die Gesellschafter sind Sven Vater, Privatinvestor Mario Kretzschmar, Falk Heinze, geschäftsführender Gesellschafter der Baufirma "Karl Köhler Bauunternehmung" aus Heidenau sowie Annette Katrin Seidel. Die Großbuchstaben bei VKSH stehen jeweils für die Nachnamen der Gesellschafter. Die Architektur-Entwürfe stammen von dem Pirnaer Architekten Uwe Seidel, sein Sohn Philip übernimmt mit den "Seidelstudios" Marketing, Layout, Visualisierungen und Öffentlichkeitsarbeit. Der Vertrieb läuft über die Geva-Unternehmensgruppe. Gebaut wird der Wohnpark von der  Karl Köhler Bauunternehmung. Die VKSH hat das Grundstück im Sommer 2017 erworben.

Was entsteht auf dem früheren Gelände der Sandsteinwerke?

Der Wohnpark "Sandsteingärten", quasi eine Hommage an die frühere Sandstein-Industrie. Zudem wird es eine parkähnliche Anlage mit vielen Grünflächen. "Das Gartenthema steht im Vordergrund", sagt Uwe Seidel. Die Investoren schaffen mit dem Wohnpark ein neues innerstädtisches Quartier, das in sich abgeschlossen ist. Auf dem Gelände entstehen zwölf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 88 Wohnungen, die Drei- und Vierzimmerwohnungen sind zwischen 80 und 115 Quadratmeter groß. Die Häuser sind in verschiedene Bautypen unterteilt: Direkt an der Gottleuba entstehen vier Gartenvillen mit je drei Wohnungen. Herzstück der Wohnanlage sind die sogenannten Parkvillen, davon gibt es sechs Stück mit jeweils zehn Wohneinheiten. Am östlichen Rand werden zudem zwei Stadtvillen mit je acht Wohnungen gebaut. Laut Seidel sind alle Häuser im neoklassizistischen Stil gehalten, sie erinnern an die Bäderarchitektur an der Ostsee. Darüber hinaus entstehen zwei Tiefgaragen mit insgesamt 90 Stellplätzen, zudem 30 Außenstellplätze - vornehmlich für Besucher. In den Tiefgaragen sind auch gesonderte Fahrradstellplätze integriert. Auf dem Areal finden sich später zwei Spielplätze, Grünflächen, Sitzbänke, Sandsteinelemente. 

Wie wird das Gebiet erschlossen?

Erschlossen wird das Gebiet von der Rädelstraße aus, dort befindet sich die einzige Zu- und Ausfahrt. Im Wohnpark selber wird es künftig drei Straßen geben, die zu den Häusern führen. Da es ein in sich geschlossenes Wohngebiet ist, wird am Ende einer der Straßen eine Wendeschleife gebaut. Am westlichen Rand liegen später die beiden Tiefgaragen-Zufahrten. Im nördlichen Bereich befinden sich noch zwei Brücken, einmal die ehemalige Zufahrt zu den Sandsteinwerken, einmal die alte Bahnbrücke, weil das Gelände früher einen Gleisanschluss hatte. Die frühere Zufahrt wird durch eine neue Stahlbetonbrücke mit einem größeren Durchlass ersetzt, sie ist später ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger bestimmt. Die alte Bahnbrücke verschwindet ersatzlos. 

Wie weit sind die Arbeiten fortgeschritten?

Die Planung ist fertig, derzeit wird das Areal für den Bau vorbereitet. Laut Falk Heinze werden im Januar die alte Werkstatt sowie die Nebengebäude abgerissen, im Februar/März folgt der Abriss des einstigen Bürogebäudes. Das Abrissmaterial wird recycelt und - wenn geeignet - wieder eingebaut. Parallel dazu beseitigen Fachleute Altlasten auf dem Gelände. 

Wie sieht der Zeitplan für den Wohnpark aus?

Derzeit läuft noch das Bebauungsplanverfahren, es gibt letzte Abstimmungen. Sven Vater hofft, dass es im April 2020 Baurecht gibt. "Die Zeichen dafür stehen gut", sagt er. Dann beginnen sowohl Erschließung als auch der Hochbau. Der Wohnpark soll Ende 2021 fertiggestellt sein. 

Wann startet die Vermarktung?

Die Vermarktung startet am 10. Januar, an diesem Tag werden die Bautafeln am Gelände aufgestellt, zudem geht die neue Internetseite www.sandsteingaerten.de an den Start. Die Wohnungen werden alle als Eigentumswohnungen verkauft, die Preise liegen zwischen 250.000 und 350.000 Euro - je nach Wohnungsgröße. Die VKHS Invest investiert insgesamt rund 25 Millionen Euro in den Wohnpark "Sandsteingärten".

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Sächsische.de wird über den Wohnpark an sich, speziell über die Ausstattung der Häuser, über den Flutschutz und über die Historie des Areals, in Kürze weiterhin ausführlich berichten. 

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