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So sieht’s auf der Mittleren Bergstraße aus

Der erste Teil ist schon fertig saniert. Mit dem Ausbau soll die Route in Radebeul sicherer und leiser werden.

Zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Hausbergweg ist der Asphalt schon auf der Fahrbahn. Die Bauarbeiter pflastern jetzt den neuen Gehweg.
Zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Hausbergweg ist der Asphalt schon auf der Fahrbahn. Die Bauarbeiter pflastern jetzt den neuen Gehweg. © Arvid Müller

Radebeul. Auf der Höhe vom Hausbergweg kann man die Veränderung deutlich erkennen: Auf der einen Seite liegt noch das alte Granit-Kleinpflaster, über das der Verkehr so viele Jahre auf der Mittleren Bergstraße poltern musste. Die sich schon den unrühmlichen Spitznamen „Schlechteste Hauptstraße Radebeuls“ eingefangen hatte. 

Auf der anderen Seite, Richtung Radebeul, ist schon alles davon verschwunden. Die Straße gleicht einer Grube, in der die Bauarbeiter gerade wichtige Leitungen versenken. Noch weiter vorne, Richtung Gerhart-Hauptmann-Straße ist der Asphalt schon drauf und man kann sich vorstellen, wie die Strecke aussehen wird, wenn sie komplett fertig ist: eine glatte, huckel- und schlaglochfreie Fahrbahn, daneben ein durchgängiger Gehweg.

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Abgesehen von der Meißner Straße in Radebeul-Mitte, die kurz vor der Fertigstellung steht, gehört die Mittlere Bergstraße aktuell zu den größten Bauvorhaben in Radebeul. 

Allein die Zahlen sind beachtlich: 4.000 Quadratmeter Straßenbelag wurden und werden zum Teil noch zwischen Gerhart-Hauptmann-Straße und Spitzgrundweg zurückgebaut, 4.500 Kubikmeter Bodenaushub fallen an, 2.100 Kubikmeter Frostschutzschicht und 4.000 Quadratmeter neuer Asphalt werden auf der Strecke eingebaut. 

Außerdem müssen 1.600 Quadratmeter Gehweg auf Betonpflaster hergestellt und 50 Haus- und Kanalanschlüsse repariert oder komplett neu gemacht werden und insgesamt 750 Quadratmeter Grundstückszufahrten gepflastert werden.

Erster Bauabschnitt ist fertig

Ronald Ramisch ist beim Stadtbauamt für den Ausbau verantwortlich. Er zeigt sich zufrieden, weil auf der Baustelle alles wie geplant vorangeht. Auch die Corona-Krise hatte keine größeren Auswirkungen auf den Zeitplan der Radeberger Baufirma Eurovia. Der erste Bauabschnitt, nämlich der obere Teil der Gerhart-Hauptmann-Straße, ist sogar schon eine ganze Weile fertig. Der zweite Abschnitt bis zum Hausbergweg soll bis Ende August abgeschlossen sein.

Danach kommt noch die Strecke bis zum Spitzgrundweg dran. Ramisch ist zuversichtlich, dass dort bis Ende des Jahres alle Arbeiten geschafft sein könnten, vorausgesetzt, das Wetter spielt mit und es lauern keine weiteren Überraschungen.

 Auf dem Teilstück bis zur Stadtgrenze Coswig muss außerdem ein neuer Mischwasserkanal gebaut werden, spätestens im März 2021 ist das Bauloch dort wieder geschlossen. Grundhaft ausgebaut mit neuen Gehwegen, so wie der Rest der Mittleren Bergstraße, wird dieser Teil aber noch nicht.

4.000 Quadratmeter alter Straßenbelag werden insgesamt auf der Strecke entfernt, 4.500 Kubikmeter Bodenaushub fallen an.
4.000 Quadratmeter alter Straßenbelag werden insgesamt auf der Strecke entfernt, 4.500 Kubikmeter Bodenaushub fallen an. © Arvid Müller

Alte Stromleitungen verschwinden

In den nächsten Wochen verschwindet auf der Route noch ein Relikt aus eigentlich schon vergangenen Tagen: Die Oberleistungsmasten werden abgerissen, Stromleitungen stattdessen in der Erde verlegt. Schon bereit stehen außerdem die Winkelstützwände, mit denen die Grundstücke zur Fahrbahn hin abgestützt werden sollen.

 Anlieger hatten Streifen ihres Eigentums abgeben müssen, damit an der neuen Straße genügend Platz für einen Gehweg ist, den es vorher nicht durchgängig gab. Ohne Probleme sei das vonstattengegangen, sagt Ramisch, der die gute Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Anwohnern lobt. Das funktioniere nicht überall so gut wie auf der Mittleren Bergstraße.

 Die Stadt versuche im Gegenzug, wenn irgendwie möglich, die Zufahrten zu den Grundstücken zu ermöglichen. Auch Fußgänger sollen während des gesamten Bauzeitraums durch die Baustelle kommen.

Durch den Ausbau soll die Strecke nicht nur für Fußgänger sicherer und für den restlichen Verkehr weniger holprig werden, sondern auch leiser. Vor der Sanierung hing ein ständiges Dröhnen über der Kopfsteinpflasterstrecke, viele Schlaglöcher und ausgebrochene Stellen verstärkten den Geräuschpegel noch. „Es wurde Zeit, dass hier etwas passiert“, sagt Ramisch. Auf die neue Fahrbahn kommt nun sogenannten Splittmastixasphalt, der den Schall besser schlucken soll.

Entlang der Straße stehen noch Oberleistungsmasten. Die werden bald abgerissen und die Leitungen stattdessen unter die Erde verlegt.
Entlang der Straße stehen noch Oberleistungsmasten. Die werden bald abgerissen und die Leitungen stattdessen unter die Erde verlegt. © Arvid Müller

Das wird für die Anwohner vor allem wichtig, wenn weiter unten die Meißner Straße in Zitzschewig saniert wird. Denn auch wenn die offizielle Umleitung dann über die S 84 führen wird, werden wohl viele Ortskundige trotzdem die Mittlere Bergstraße nutzen.

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