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So sind die Filmnächte am Elbufer gestartet

Wie das Open-Air Kino trotz Corona-Auflagen funktioniert und was die Zuschauer erwartet. Unser Video zeigt, wie Abstandhalten im Publikum funktioniert.

An der beeindruckenden Kulisse der Filmnächte am Elbufer hat sich durch die Auflagen nichts geändert.
An der beeindruckenden Kulisse der Filmnächte am Elbufer hat sich durch die Auflagen nichts geändert. © Jürgen Lösel

Dresden. Ein bisschen anders, aber trotzdem schön. So beginnen die Filmnächte am Elbufer in diesem Jahr ihr Programm. Es ist ihr 30. Sommer. Als erster Streifen wird das Musik-Drama Bohemian Rhapsody auf die Leinwand am Elbufer gebracht. 

Deutlich weniger Gäste sind erschienen, was jedoch nicht an fehlendem Interesse der Dresdner liegt, sondern an den Corona-Einschränkungen. Die Veranstaltung ist komplett ausverkauft. Die Karten kosten in diesem Jahr 50 Cent mehr als der Preis an der Abendkasse vom vergangenen Jahr. 

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Anstelle von 3.800 durften in diesem Jahr nur 970 Kinogäste den ersten Film der Open-Air-Reihe sehen. Die Tribünen waren deshalb deutlich leerer.
Anstelle von 3.800 durften in diesem Jahr nur 970 Kinogäste den ersten Film der Open-Air-Reihe sehen. Die Tribünen waren deshalb deutlich leerer. © René Meinig

Eine Abendkasse hätte es aber ohnehin nicht gegeben. Zwecks der Vermeidung von Schlangen und Kontakt stehen den Kino-Fans auch weiterhin nur Online-Tickets zum Kauf zur Verfügung. Beim Einlass müssen die Gäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Wer das an diesem Donnerstagabend vergisst, wird von den Mitarbeitern freundlich darauf hingewiesen.

Nur kurze Schlangen am Einlass

Mit einer maximalen Zuschauerzahl von 970 stehen in diesem Jahr deutlich weniger Karten zur Verfügung. Normalerweise gibt es 3.800 Plätze. Die Bestuhlung sieht ebenfalls anders aus. Ursprünglich sei wegen Corona geplant gewesen, immer nur zwei Personen nebeneinander sitzen zu lassen. "Aufgrund der letzten Bestimmungen haben wir das jetzt nochmal geändert und angepasst, weil doch sehr viele Gruppen und Familien zu uns kommen, sodass bis zu zehn Plätze nebeneinander möglich sind", sagt Pressesprecherin Viktoria Franke. Es seien aber auch genug Zweier-Plätze vorhanden. 

Die gelben Plastikstühle stehen mit dem Rücken zur Leinwand. Sie sorgen dafür, dass man als Kinogast auch genug Abstand zu seinem Sitznachbarn hat.
Die gelben Plastikstühle stehen mit dem Rücken zur Leinwand. Sie sorgen dafür, dass man als Kinogast auch genug Abstand zu seinem Sitznachbarn hat. © René Meinig

Zwischen den Reihen, in denen die Gruppen nebeneinander sitzen, sind in diesem Jahr immer wieder gelbe Stühle in die entgegengesetzte Richtung aufgestellt worden. Das soll den Gästen das Einhalten der Abstandsregeln erleichtern.

Kino-Snacks müssen die Zuschauer nicht missen

Auch gastronomisch gesehen fallen die Filmnächte diesmal kleiner aus. "Das große Gastronomie-Zelt fällt weg", hatte Franke schon im Voraus beim CoronaCast der SZ angekündigt. Hungrig muss nun jedoch trotzdem niemand den ersten Film sehen. An Imbissständen und Bars decken sich die Gäste mit Snacks und Getränken ein. Klebebänder am Boden erleichterten das Einhalten von 1,5 Metern Abstand. Außerdem herrscht abseits des eigenen Sitzplatzes Maskenpflicht. 

Klebestreifen auf dem Boden sorgen für genügend Abstand an den Schlangen der Gastronomie.
Klebestreifen auf dem Boden sorgen für genügend Abstand an den Schlangen der Gastronomie. © René Meinig

Die Security-Mitarbeiter haben dennoch wenig zu tun. Nach mehreren Monaten Eingewöhnungsphase haben sich die Dresdner scheinbar an das Einhalten der Hygienestandards gewöhnt. 

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Viele Besucher sind einfach froh, dass die Filmnächte trotz der Corona-Pandemie stattfinden können. "Es wäre schon ein wirklicher Einschnitt gewesen, wären sie ausgefallen", sagt etwa Katrin Bartzsch. Die 48-jährige Dresdnerin findet es schade, dass dieses Jahr so viel weniger Gäste kommen. "Das fällt schon extrem auf." Dennoch habe sie kein Problem gehabt Karten zu bekommen. "Wir hatten Glück und haben den Tag des Kartenverkaufs gut abgepasst."

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