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Pirna

So toll ist die neue Pesta

Die Sanierung der Bildungsstätte in Copitz geht inzwischen gut voran. Es gilt, einen wichtigen Termin zu halten.

Altbau und Neubau der Pestalozzi-Oberschule in Copitz mit neuem Verbindungsgang: Ein riesiger Schulkomplex für 15 Millionen Euro.
Altbau und Neubau der Pestalozzi-Oberschule in Copitz mit neuem Verbindungsgang: Ein riesiger Schulkomplex für 15 Millionen Euro. © Norbert Millauer

Bei der Sanierung der Pestalozzi-Oberschule in Copitz haben die Bauleute ein weiteres Etappenziel erreicht: Die Gerüste sowohl am Neubau als auch am Altbau sind gefallen, die Außenhüllen der Gebäude sind weitgehend fertig. Seit zwei Jahren lässt Pirna die Bildungsstätte an der Schulstraße für rund 15 Millionen Euro modernisieren und erweitern, im kommenden Jahr sollen die Arbeiten fertig sein. Die SZ fasst den aktuellen Baustand zusammen.

Großzügige Klassenzimmer im Neubau: Viel Licht, niedriger Geräuschpegel.
Großzügige Klassenzimmer im Neubau: Viel Licht, niedriger Geräuschpegel. © Norbert Millauer

Der Neubau: außen fertig, innen läuft der Ausbau

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Die Gerüste am Neubau und am neuen Übergang zum Altbau sind weg. Die Fassade ist verputzt, der Sockel ist komplett mit grauen Klinkern verkleidet. Derzeit läuft der Innenausbau auf Hochtouren. In der Sporthalle, die sich über zwei Stockwerke erstreckt, haben die Bauleute inzwischen die Akustikdecke montiert, sie besteht aus ballwurfsicheren Holzlamellen. An den Wänden fehlt nur noch der Prallschutz. In Kürze bauen die Fachleute den Sportboden ein – einen Schwingboden, der nachfedert. Obendrauf kommt Fertigparkett. Die Halle hat eine Grundfläche von 15 mal 27 Meter, sie ist reichlich fünf Meter hoch. Unmittelbar an der Halle befindet sich ein sogenannter Regieraum. Von dort aus kann später beispielsweise die Musikanlage gesteuert werden, wenn abends der Tanzsportclub Silberpfeil in der Halle trainiert. Das Zimmer dient zudem als Erste-Hilfe-Raum. Und die Halle bekommt noch eine Besonderheit: einen sogenannten Fangvorhang an der Rückwand, der künftig die Pfeile der hier trainierenden Bogenschützen auffängt. In den übrigen Etagen sind bereits Zargen und Türen eingebaut, Fliesenleger und Maler haben mit der Arbeit begonnen. Ein Großteil der Akustikdecken in den Zimmern ist installiert, sämtliche Durchbrüche zum Altbau sind fertig.

Einfeld-Halle über zwei Etagen im Neubau: Tagsüber für die Schüler, abends für die Sportvereine.
Einfeld-Halle über zwei Etagen im Neubau: Tagsüber für die Schüler, abends für die Sportvereine. © Norbert Millauer

Der Altbau: das neue Dach ist drauf, die neuen Zwischendecken sind drin

Auch am Altbau sind die Gerüste größtenteils weg, die Fassade ist weitgehend fertig. Die Außenwände erstrahlen jetzt in einem Ziegelrot, angelehnt an die frühere Farbe. Helle Schmuckelemente sorgen für den Kontrast. Auf der Rückseite wird die Fassade derzeit noch wärmegedämmt und danach verputzt. Im Altbau sind inzwischen überwiegend neue Fenster eingebaut, nach Aussage des Architekten Andreas Mohring konnten nur wenige der alten Fenster erhalten werden. Im Innern hatten die Arbeiter den Altbau weitgehend entkernt, der sich daran anschließende Rohbau ist nahezu fertig. Auch der größte Brocken ist inzwischen geschafft: Weil aus der früher im Fußboden verlegten Teerpappe Schadstoffe bis in die Holzkonstruktion eingedrungen waren, mussten außerplanmäßig zehn Holzbalkendecken entfernt und durch Stahlbetondecken ersetzt werden. Im Kellergeschoss erneuern die Bauleute derzeit die Fußböden, sie werden neu aufgebaut, gedämmt und abgedichtet. Später lassen sich dort alle Bereiche trotz unterschiedlichen Fußbodenniveaus barrierefrei erreichen. In den Räumen sind die neuen Leitungen weitgehend installiert, alles ist dafür vorgerüstet, um künftig möglichst viel digitale Technik anzuschließen. Im Schulhaus soll es später flächendeckendes Wlan geben. Aus Gründen des Brandschutzes haben die Handwerker freiliegende Stahlträger mit Feuerschutzplatten verkleidet, in allen Zimmern werden zudem Akustikdecken montiert, die zusätzlich Schall schlucken. In der alten Turnhalle, die künftig als Mensa, Sportraum und Aula genutzt wird, haben die Fachleute den Fußboden neu aufgebaut. Darauf installierten sie eine Stahlkonstruktion, an der später eine mobile Trennwand montiert wird. Die vorhandene Bühne bleibt erhalten und wird ebenfalls hergerichtet. Außen muss die neue Halle noch wärmegedämmt, verputzt und gestrichen werden. Das Dach ist bereits neu gedeckt. Im Innern laufen die letzten Rohbauarbeiten.

Der Zeitplan: kritisch, aber durchaus machbar

Weil im Altbau außerplanmäßig schadstoffbelastete Decken ausgetauscht werden mussten, gerieten die Arbeiten fast drei Monate in Verzug. Ein Großteil ist inzwischen aufgeholt. „Dennoch ist der Zeitplan kritisch, aber ich denke, wir können ihn halten“, sagt Mohring. Vorgesehen ist, dass die Pestalozzi-Oberschüler, die derzeit interimsmäßig im ehemaligen Schiller-Gymnasium an der Nicolaistraße untergebracht sind, ab dem Schuljahr 2020/21 wieder an der Schulstraße unterrichtet werden.

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