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Dresden

So war der 1. Mai in Dresden

Neben Demos gab es am Schützenplatz und im Alaunpark Kundgebungen. Das wünscht sich der Ministerpräsident für Dresden. 

Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach am 1. Mai am Schützenplatz.
Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach am 1. Mai am Schützenplatz. © Foto: Marion Doering

Für Ehrenamtler beginnt auch der Feiertag früh. Sehr früh für Matthias Ecke. Denn der 36-Jährige ist nicht nur SPD-Mitglied und deren Spitzenkandidat für die Europawahl, sondern auch frischgebackener Vater einer kleinen Tochter. 

Mit Ausschlafen ist da nichts, auch am 1. Mai nicht, an dem tausende andere Dresdner ihren freien Tag genießen. "Um 9 Uhr begann mein Tag beim Fichtepark-Fest mit dem Aufbau dort", erzählt er. Das bedeutete 8.30 Uhr losfahren in der Neustadt. Als für das Familienfest alles vorbereitet war, ging es für Matthias Ecke weiter zum Schützenplatz. Dort luden der Gewerkschaftsbund (DGB), die GEW und SPD, Grüne und Linke zur traditionellen Mai-Kundgebung. Unter den Rednern waren Ministerpräsident Michael Kretschmer sowie Andre Schnabel und Markus Schlimbach vom DGB. 

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Matthias Ecke will für die SPD Dresden ins Europaparlament
Matthias Ecke will für die SPD Dresden ins Europaparlament © Foto: Marion Doering

Das Leben in Dresden muss für jeden bezahlbar bleiben. Diese Botschaft sendete Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei der Kundgebung. „Dresden ist die Lokomotive Sachsens und die muss weiter fahren“, sagte er. Schulen und Kitas müssten für alle ausreichend vorhanden sein. Außerdem bekannte sich Kretschmer in seiner Rede ausdrücklich zu Europa. „Das Haus Europa darf nicht zerschlagen werden“, sagte er mit Blick auf die Europawahlen, die am 26. Mai parallel mit der Dresdner Stadtratswahl stattfindet. Wichtig sei auch das Thema Klimaschutz, so der Ministerpräsident. Er kündigte für den 22. Juni einen Klimagipfel mit Schülern an.

An die Botschaft des Ministerpräsidenten schloss sich auch der Dresdner DGB-Chef Schnabel an. "In Dresden gibt es rund 46.000 Menschen, die in zu teuren Wohnungen leben, also mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete ausgeben", betont er. Das müsse man ändern. Ziel sei gute Arbeit und ein gutes Leben für alle Dresdner. Auch der öffentliche Nahverkehr müsse ausgebaut werden.

Für den Ausbau des Nahverkehrs setzen sich auch die Dresdner Grünen und die Linke ein. Die Linke lud am 1. Mai zu ihrem traditionellen Mai-Fest in den Alaunpark ein. Dort sprach unter anderem die Vorsitzenden Anne Holowenko und Jens Matthis und die Kandidaten für die Stadtratswahl standen für Gespräche mit den Bürgern bereit. 

Für Bürgerfragen bereit stand auch Matthias Ecke am 1. Mai und beteiligte sich neben den anderen Kandidaten wie Cornelia Ernst (Linke) und Henriette Mehn ( Grüne) an Kandidatenforen. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement für die Politik arbeitet Matthias Ecke in einem Ministerium. "Normalerweise wende ich um die zehn Stunden pro Woche für das Ehrenamt auf, im Wahlkampf natürlich mehr", sagt er. Das alles erledige er wie die meisten anderen Kommunalpolitiker nach Feierabend, am Abend und am Wochenende.Nicht immer leicht zu vereinbaren mit Familie und Freundeskreis, aber die Motivation verliere er nicht. Auch angesichts der schlechten Umfragewerte für seine Partei nicht, versichert er. Seine Ziel im Wahlkampf: ein europäischer Mindestlohn von 12 Euro und Frieden in Europa.