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So wenige Arbeitslose wie noch nie – aber nicht im Landkreis Meißen

Arbeitslosenzahl im Landkreis Meißen entwickelt sich im Oktober gegen den sachsenweiten Trend.

Landkreis. Im Freistaat Sachsen hat die Arbeitslosenzahl im Oktober den niedrigsten Wert seit der erstmaligen Erfassung im Jahre 1991 erreicht, nicht jedoch im Landkreis Meißen. Hier gab es eine gegenläufige Entwicklung. Die Zahl der offiziell registrierten Erwerbslosen stieg im Vergleich zum September leicht an. So waren im Oktober im Landkreis Meißen 11 420 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 127 mehr als im Vormonat und 290 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich dadurch um 0,1 auf 8,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 8,6 Prozent.

„Erfreulich ist aber, dass die Jugendarbeitslosigkeit weiter sank. Zahlreiche junge Menschen beendeten mit der Aufnahme einer Ausbildung oder einer Beschäftigung ihre Arbeitslosigkeit“, so Thomas Bernd, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Riesa, deren Bezirk identisch mit den Grenzen des Landkreises Meißen ist.

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Der Arbeitgeber-Service konnte im Oktober 480 neue Stellen anbieten. Insbesondere Arbeitgeber aus dem verarbeitenden Gewerbe, des Gesundheits- und Sozialwesens sowie aus dem Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen sind weiterhin auf Mitarbeitersuche. Wegen der günstigen Witterung meldeten auch Arbeitgeber aus dem Baugewerbe zahlreiche Stellen.

Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger, auch Hartz IV genannt. Das Jobcenter des Landkreises Meißen zahlte an 22 283 Frauen, Männer und Kinder, die in 12 851 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben, diese Sozialleistung. Im September waren es noch 22 537 Personen in 13 041 Bedarfsgemeinschaften.

Vom geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit waren im Oktober überwiegend Männer betroffen, so die Arbeitsagentur weiter. Deren Zahl vergrößerte sich um 95 auf jetzt insgesamt 5 928. Im Vergleich zum Oktober vorigen Jahres sind sogar 233 Männer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Zahl der arbeitslosen Frauen nahm um 52 auf 5 492 zu. Im Vorjahr waren zu diesem Zeitpunkt 57 Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Im Vergleich der vier Geschäftsstellen schneidet die Hauptagentur Riesa mit einer Arbeitslosenquote von 10,6 Prozent am schlechtesten ab. In der Geschäftsstelle Radebeul gab es zwar auch einen leichten Anstieg, jedoch liegt die Quote hier bei lediglich 6,8 Prozent. Während Meißen mit 9,1 Prozent und Großenhain mit 9,2 Prozent dicht beieinander liegen. In Meißen waren im Oktober 13 Frauen und Männer mehr arbeitslos als im September. 3 524 Erwerbslose sind allerdings 210 mehr als im Oktober des Vorjahres. (SZ/jm)