merken
PLUS Meißen

So will die SPD in Meißen punkten

Bundestagsabgeordnete Susann Rüthrich verrät, wie die SPD die Landtagswahl im Landkreis angehen will.

„Sachsen hat stark gegen den Bundestrend gewählt, die Probleme sind hier vor Ort, da kann ich nicht hingehen und auf die Bundespolitik zeigen“: Susann Rüthrich.
„Sachsen hat stark gegen den Bundestrend gewählt, die Probleme sind hier vor Ort, da kann ich nicht hingehen und auf die Bundespolitik zeigen“: Susann Rüthrich. ©  Claudia Hübschmann

Meißen. Mit den 7,2 Prozent der Stimmen vom Sonntag kann die SPD im Landkreis Meißen kaum zufrieden sein. Und auch wenn für die EU-Wahl nicht die gleichen Regeln gelten wie für die Landtagswahl, zeigt der Trend gegen die Sozialdemokraten.

Das Ass, das die SPD im Landkreis im Ärmel hat, heißt Frank Richter. „Auch wenn er im ganzen Freistaat unterwegs sein wird, wird er sich im letzten Monat sehr auf die Region konzentrieren“, sagt Rüthrich. Um seine Verpflichtungen vor Ort wahrzunehmen und Präsenz zu zeigen, sei Richter nach Meißen gezogen. Dazu kämen die Kreis- und Stadträte, die einerseits selbst gute Arbeit leisten, andererseits auch die Fehler anderer Abgeordneter klarer benennen müssten.

So schön ist die Porzellan- und Weinstadt
So schön ist die Porzellan- und Weinstadt

Meißen hat zahlreiche Facetten: Lernen Sie Ihre Stadt näher kennen und erfahren Sie, was dieser Ort Ihnen alles zu bieten hat. Das und mehr auf Meißen. Lokal

Keine Hoffnungen setzt Rüthrich hingegen auf Schützenhilfe aus der Bundespolitik. „Sachsen hat stark gegen den Bundestrend gewählt, die Probleme sind hier vor Ort, da kann ich nicht hingehen und auf die Bundespolitik zeigen“, sagt sie. Eine schnelle Einigung in Berlin sei zwar wichtig, doch nicht annähernd so entscheidend wie die Arbeit und den Städten und kleinen Gemeinden vor Ort.

Im Allgemeinen wünscht sie sich, dass es die SPD schafft, eine konsistente Idee nach außen zu vermitteln. Es gebe in sämtlichen Politikbereichen klare Richtungen, im Rentenwesen, in der Gleichstellung, im sozialen Bereich und der Kinderbetreuung. „Es entsteht nur kein ganz grundsätzliches Bild daraus“, sagt Rüthrich.

Weiterführende Artikel

Die Furcht vor der Landtagswahl

Die Furcht vor der Landtagswahl

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) kommt mit Meißnern ins Gespräch. Dabei gibt es viel Frust abzubauen.

Die Politik ihrer Partei bezeichnet sie als „anständig“. Die SPD sei insbesondere in der Großen Koalition auf Kompromisse angewiesen und hätte der CDU viele Punkte gegen deren Willen abgetrotzt. „Doch anstatt den Kompromiss als solchen zu benennen, haben viele so getan, als hätten wir uns ganz durchgesetzt.“, sagt sie. Das habe der Wähler zu recht nicht geglaubt. Trotzdem sei das kein Grund, vom kompromissfreudigen Kurs zurückzuschrecken und sich auf die Politik der Maximalforderungen des politischen Gegners einzulassen. „Diese Spielregeln sind nicht unsere“ sagt Susann Rüthrich.

Mehr zum Thema Meißen