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So wird aus Dohnas Goldenem Hirsch ein Schulhort

Das dritte Großvorhaben in drei Jahren: Für den Hort wird die Burgstraße 13 umgebaut. Gibt es aber auch Geld dafür?

Von Heike Sabel

Erst der Schulanbau, jetzt das Rathaus, dann der Hort: Dohna will es wissen. Vorhaben, die jahrelang diskutiert und vorbereitet wurden, werden nun realisiert. Nachdem der Schulanbau seit Beginn des Schuljahres genutzt wird, im Oktober die Sanierung des Rathauses begonnen hat, soll nächstes Jahr der Hort gebaut werden. Er zieht in das Haus Burgstraße 13, wegen eines Wandbildes auch als Goldener Hirsch bekannt, unmittelbar neben der Grund- und Oberschule. Der Planer stellte den überarbeiteten Entwurf am Dienstagabend noch einmal im Technischen Ausschuss vor. Er wurde einstimmig bestätigt.

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Gestaltung: drei Zimmer für Gruppen, Hausaufgaben- und Mehrzweckraum

Das Gebäude besteht aus drei Geschossen. Der Keller kann aufgrund der nassen Sandsteinwände und Gewölbe nicht genutzt werden. Der Anbau, in dem sich auch einmal der Kinosaal befand, wird abgerissen.

Das Erdgeschoss ist über den Hof direkt von der Schule oder über den Haupteingang auf der Burgstraße erreichbar. Ebenerdig befinden sich neben dem Technikraum und dem Aufzug zwei Aufenthaltsräume sowie nun auch Toiletten. Die waren zunächst dort nicht vorgesehen. Doch damit wäre ständig Bewegung im Haus gewesen. Das Erdgeschoss kann auch von der Grund- und Oberschule genutzt werden.

Die drei Gruppenräume im Obergeschoss sind dem Hort vorbehalten. Außerdem gibt es hier die Behinderten-Toilette und die Garderobe. Das Mansardengeschoss beherbergt den Hausaufgaben- und einen Mehrzweckraum mit 60 Plätzen sowie noch einmal Toiletten. Außerdem wurden eine kleine Teeküche und ein Zimmer für die Hortleiterin eingeplant, das sich erst im Erdgeschoss befinden sollte.

Zur Schulhofseite hin ist als zweiter Rettungsweg ein Treppenhaus notwendig. Es wird offen und etwas abgerückt vom Haus sein. Das war eine Forderung des Denkmalschutzes, für den das Gebäude Burgstraß3 13 eines der wichtigsten in Dohna ist, so der Planer. Deshalb war auch der von der Stadt vor drei Jahren erwogene Abriss kein Thema mehr. Danach wurde unter anderem die Idee eines Ärzte- und eines Bürgerhauses diskutiert. Der Mehrzweckraum ist davon übriggeblieben.

Terminplan: Bauantrag Anfang 2014, Bauzeit ist offen

Der Ausschuss stimmte den Plänen zu. Damit ist eine Hürde genommen. Der Bauantrag wird nun von der Stadtverwaltung vorbereitet und im Laufe der ersten drei Monate nächsten Jahres eingereicht. Wann dann wirklich gebaut wird, ist offen, weil vom Geld abhängig. Eine Baugenehmigung ist drei Jahre gültig.

Finanzierung: Ohne Fördermittel

geht diesmal nichts

Mit 2,9 Millionen Euro ist der Hortausbau teurer als der Schulanbau, der am Ende rund 2,25 Millionen Euro kostete. Jeder der 60 Hortplätze kostet damit knapp 50 000 Euro. Der Preis resultiert unter anderem aus dem notwendigen Abriss von zwei Nebengebäuden sowie den Anforderungen des Denkmalschutzes. Bei der Finanzierung ist Dohna auf Fördermittel angewiesen. „Nächstes Jahr sind Landtagswahlen“, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). Er sei deshalb optimistisch, dass man zumindest über die Förderung reden werde. „Inwiefern es einen Zuschlag gibt, weiß ich natürlich nicht.“ Auf die Fördermittel für den Schulanbau hatte Dohna mehrere Jahre gewartet. Zwischenzeitlich waren Stadt und Rat schon so weit, ihn ohne Förderung zu bauen. Beim Hort ist davon keine Rede.