merken
PLUS Bautzen

So wird die Bahnstation in Schirgiswalde attraktiver

In die Umgestaltung des Geländes fließen rund 800 000 Euro. Die Arbeiten beginnen jetzt. Sie bringen zeitweise auch Beeinträchtigungen mit sich.

Von der Station Schirgiswalde/Kirschau aus fahren Züge nach Dresden und Zittau. Jetzt starten Bauarbeiten, bei denen auch ein neuer Zugang zum Bahnsteig entsteht. Bürgermeister Sven Gabriel freut sich auf bessere Bedingungen für Zugfahrer.
Von der Station Schirgiswalde/Kirschau aus fahren Züge nach Dresden und Zittau. Jetzt starten Bauarbeiten, bei denen auch ein neuer Zugang zum Bahnsteig entsteht. Bürgermeister Sven Gabriel freut sich auf bessere Bedingungen für Zugfahrer. © SZ/Uwe Soeder

Schirgiswalde . In Schirgiswalde auf einen Zug zu warten oder mit der Bahn dort anzukommen, ist alles andere als schön. Bahnhof und Bahnsteig sind in schlechtem Zustand; Fenster und Türen des heruntergekommenen Gebäudes verrammelt, die Wände beschmiert. Der Bahnsteig ist mit unterschiedlichen Materialien belegt – mit Natursteinplatten, Beton- und Mosaikpflaster –, teilweise unbefestigt und an vielen Stellen sehr uneben.

Obwohl sich an diesem Zustand so schnell nichts ändern wird, verbessern sich die Bedingungen für Zugreisende deutlich. Denn jetzt beginnt eine Baumaßnahme, die unter dem Titel „Aufwertung des Bahnsteigareals“ steht und die Station Schirgiswalde/Kirschau attraktiver machen soll.

Charlotte Meentzen
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint
Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Züge halten an anderer Stelle

Inklusive aller Planungen sind dafür reichlich 830 000 Euro vorgesehen. Einen Teil der Kosten übernimmt der Freistaat Sachsen, der über das Landesamt für Straßenbau und Verkehr rund 143 000 Euro Fördermittel ausreicht. Die Stadt zahlt rund 41 000 Euro. Den größten Teil der Summe steuert der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien Zvon bei, insgesamt 646 000 Euro.

Bei den Bauarbeiten, die jetzt starten, wird ein neuer Zugang zum Bahnsteig geschaffen. Er liegt ein ganzes Stück vom Bahnhofsgebäude entfernt in Nähe des Bahnüberganges an der Kreisstraße nach Weifa. Somit befindet er sich auch näher als bisher an der dortigen Bushaltestelle. In diesem Bereich wird der Bahnsteig neu gestaltet. Die Züge, die zwischen Dresden und Zittau verkehren, halten künftig an dieser Stelle und nicht mehr wie bisher vor dem alten Bahnhofsgebäude, das sich in Privatbesitz befindet. „Außerdem wird die Zufahrtsstraße in dem Bereich des Haltepunktes erneuert. Es entstehen zwölf Parkplätze für Pendler sowie eine Fahrradabstellmöglichkeit“, sagt Zvon-Pressesprecherin Sandra Trebesius. Bürgermeister Sven Gabriel (FDP) ergänzt: „Ein Unterstand wird aufgestellt, ebenso eine Informationstafel, die über die Bahn- und Busverbindungen Auskunft gibt. Auch Bänke und Papierkörbe sind vorgesehen“. Bäume und Sträucher werden gepflanzt. „Es ist zudem geplant, die Grünanlage, die sich zwischen der Bahnhofstraße und dem neuen Bahnsteig befindet und seit Jahren brach liegt, neu zu gestalten“, sagt der Bürgermeister von Schirgiswalde-Kirschau.

Zugang wird barrierefrei

Bisher ist ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig aufgrund dessen Höhe nicht möglich. Das ändert sich mit den Bauarbeiten. Auch die Orientierungsmöglichkeiten für sehbehinderte und blinde Menschen verbessern sich. „Sicherheit und Übersichtlichkeit für die Reisenden werden deutlich erhöht“, kommentiert Sven Gabriel. Außerdem verkürzen sich die Wege für all jene, die zwischen Bahn und Bus umsteigen. Ebenso für Autofahrer, die ihr Fahrzeug auf dem Parkplatz an der König-Albert-Eiche abstellen, um mit dem Zug weiterzufahren. Das kommt gar nicht so selten vor. Denn in Kirschau gibt es keine Bahnstation, so dass manch einer mit dem Auto nach Schirgiswalde fährt, um dort einen Zug zu erreichen.

Am Haltepunkt Schirigiswalde/Kirschau steigen laut Zvon-Angaben von Montag bis Freitag täglich zwischen 80 und 90 Reisende ein und aus; am Sonnabend und Sonntag sind es jeweils 40 bis 50.

Von Schirgiswalde/Kirschau aus kann man mit dem Zug ohne Umsteigen aller zwei Stunden in Richtung Dresden fahren, wobei man bis in die Landeshauptstadt rund eine Stunde unterwegs ist. In Richtung Zittau geht es ohne Umstieg ebenfalls aller zwei Stunden und die Fahrt bis in die Stadt am Dreiländereck dauert rund 50 Minuten. „Wir bemühen uns jetzt darum, dass die Busverbindungen günstiger gestaltet werden, damit jemand, der mit dem Zug in Schirgiswalde ankommt, ohne lange Wartezeiten gleich mit dem Bus weiterfahren kann, zum Beispiel nach Kirschau oder Rodewitz“, sagt Sven Gabriel.

Er plädiert dafür, ein verbessertes Angebot beim öffentlichen Nahverkehr mindestens drei Jahre laufenzulassen, ehe man bewertet, ob es angenommen wird. „So was muss sich ja erst rumsprechen, und das dauert eine ganze Weile“, sagt der Bürgermeister von Schirgiswalde-Kirschau.

Sperrungen in der Nacht

Die Umgestaltungsarbeiten, die von der Firma SLB Stadt- und Landbau Bautzen mit Sitz in Kubschütz ausgeführt werden, dauern, wenn alles nach Plan läuft, bis Ende November dieses Jahres. Für die Reisenden haben sie laut Zvon nur geringe Auswirkungen. „Der Bau erfolgt während des regulären Betriebs und teilweise nachts. Im August wird es deshalb einige Sperrungen der Strecke zwischen 20 und 4 Uhr geben“, kündigt Sandra Trebesius an. In diesen Zeiten wird Schienenersatzverkehr eingerichtet. „Dazu werden wir gemeinsam mit der Länderbahn rechtzeitig informieren“, verspricht die Verkehrsverbund-Sprecherin.

Mehr zum Thema Bautzen