merken
PLUS

Sohländer sieht Gefahr durch Loch an der Straße

Ein 2011 verlegtes Stromkabel liegt seit den Fluten wieder frei. Was fehlt, ist eine Asphaltschicht.

Von Steffen Gerhardt

Das Herbstlaub hat auch etwas Gutes: Es verdeckt manchen Schandfleck. Doch damit ist Familie Wolf nicht geholfen. Sie wohnt im Oberdorf von Sohland und ärgert sich über ein Loch vor dem Grundstück. Eberhard Wolf kann sich noch an den Juli vor zwei Jahren erinnern, als erst eine Tiefbaufirma und dann die Enso zwischen der Hauptstraße und seiner Grundstücksmauer einen Graben baggerten und darin mehrere Kabel in einem PVC-Rohr verlegten. Das Loch wurde mit einem Mineralgemisch ausgefüllt, aber danach tat sich nichts mehr. „Wir hatten erwartet, dass da noch eine Asphaltschicht drauf kommt“, sagt der Sohländer. Stattdessen gab es 2012 ein Hochwasser und ein Jahr später noch eins. Die Fluten spülten das Loch wieder frei. Seitdem ist das Rohr gut sichtbar. „Mit dem Hochwasser sind auch die Kabel hochgekommen. Sie liegen jetzt nur noch 15 Zentimeter unter der Straße“, sagt der Sohländer. Das sei eine zusätzliche Gefahr. Denn der acht Meter lange Graben bedroht nun auch sein Grundstück. Familie Wolf befürchtet, dass sich dadurch ihre Granitmauer senkt und auseinanderfällt.

TOP Reisen
TOP Reisen
TOP Reisen

Auf ins Weite, ab in die Erholung! Unsere Top Reisen der Woche auf sächsische.de!

Den offenen Graben haben sie mehrmals im Gemeindeamt angesprochen. Dort wurde die nicht fertige Baustelle auch kritisiert. Aber Bürgermeister Wilfried Zinke hebt die Hände: „Wir können da nichts machen, das ist Sache der Straßenmeisterei und der Enso.“ Die Straßenmeisterei in Lawalde hat die Baustelle mit Zäunen und Warnbaken gesichert und wird nichts unternehmen, um das Loch zu schließen, sagt Leiter Andreas Lang.

So wie die Straßenmeisterei sieht auch das Straßenverkehrsamt des Landkreises die Enso in der Pflicht, die Kabel nach Norm, also tiefer zu legen. Wie die SZ von der Behörde erfuhr, hat der Landkreis den Energieversorger schon mehrfach aufgefordert, das zu ändern. In dieser Woche soll es nochmals einen Vororttermin geben, sagt die Pressestelle.