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Horka gibt grünes Licht für grünen Strom

Eigentlich wollte die Gemeinde keinen Solarpark mehr genehmigen. Nun die Kehrtwende.

In den Wäldern bei Horka soll ein neuer Solarpark entstehen. Das Gelände gehört der Firma Heim, deren Kiestagebau aber schon vor Jahren stillgelegt wurde. Bürgermeister Christian Nitschke und die Gemeinde haben grünes Licht für das Vorhaben gegeben.
In den Wäldern bei Horka soll ein neuer Solarpark entstehen. Das Gelände gehört der Firma Heim, deren Kiestagebau aber schon vor Jahren stillgelegt wurde. Bürgermeister Christian Nitschke und die Gemeinde haben grünes Licht für das Vorhaben gegeben. © André Schulze

Von Streit oder gar Ablehnung ist nichts mehr zu spüren. Einträchtig heben die Gemeinderäte die Hand, als sie über Vertrag und Satzung des neuen Solarparks in den Wäldern bei Horka abstimmen sollen. Dann aber stellt Biehains Ortsvorsteher Jörg Koltermann doch noch klar, dass dies eine Ausnahme sei. Für weiteren grünen Strom im Gemeindegebiet werde es keine Zustimmung geben.

Horka ist in Sachen regenerative Stromerzeugung und den Folgen, die sich daraus ergeben, ein gebranntes Kind. An mehreren Stellen im Gemeindegebiet gibt es Solaranlagen, die aus Sonnenenergie Strom machen und diesen dann ins öffentliche Netz einspeisen. Weil dies aber nicht nur rund um Horka passiert, sondern nahezu an allen dafür möglichen Stellen der Region, resultiert daraus der Bau einer noch leistungsfähigeren Infrastruktur. So will die Enso auf dem Gelände des großen Pfingstreitturniers einen Knotenpunkt schaffen, von dem aus die anfallende Energie verteilt werden soll. Allerdings nicht sofort. Sondern erst dann, wenn dies die Strommenge erfordert.

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Die alte Schule in Mückenhain soll als Ausgleichsmaßnahme für den Solarpark abgerissen werden. An ihrer Stelle entsteht eine Streuobstwiese.
Die alte Schule in Mückenhain soll als Ausgleichsmaßnahme für den Solarpark abgerissen werden. An ihrer Stelle entsteht eine Streuobstwiese. © André Schulze

Die Gemeinde hatte sich deshalb vorgenommen, selbst keine weiteren Solarparks mehr zu tolerieren. Man wollte sich nicht den Vorwurf machen lassen, selbst Schuld zu sein für die riesige, das Landschaftsbild verschandelnde Enso-Station. Der Strom solle in Zukunft dort produziert werden, wo er gebraucht werde. Nicht bevorzugt nur im Osten der Republik. Nun die Rolle rückwärts, die jedoch gar nicht so überraschend ist. Denn Investor Pfalzsolar hat der Kommune die Umsetzung des Projektes so schmackhaft gemacht, dass diese nicht widersprechen konnte. So kann Horka perspektivisch nicht nur auf Gewerbesteuern hoffen, sondern bekommt zudem einen der größten Schandflecke im Gemeindegebiet beseitigt.

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