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Soldatengrab wird verschönert

Die Gemeinde Kreischa möchte die Begräbnisstätte noch würdig gestalten. Die Todesumstände der zwei Männer bleiben ein Rätsel.

Bereits um Sommer 2019 wurden die Soldaten umgebettet und ruhen jetzt auf dem Friedhof in Kreischa.
Bereits um Sommer 2019 wurden die Soldaten umgebettet und ruhen jetzt auf dem Friedhof in Kreischa. © Foto: Egbert Kamprath

Das Soldatengrab auf dem Kreischaer Friedhof soll in diesem Jahr hergerichtet werden. Das teilte Bürgermeister Frank Schöning den Gemeinderäten mit. Entsprechende Fördermittel habe man beantragt. Es geht um eine ordentliche Einfassung der Begräbnisstätte sowie ein Holzkreuz.

Die sterblichen Überreste der beiden unbekannten Soldaten waren im vergangenen Sommer durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge umgebettet worden. Das Grab befand sich bis dato am Waldrand nahe Lungkwitz. Dort hatte es aber immer wieder Verunreinigungen gegeben. Als dann ein älterer Einwohner, der sich immer um die Grabpflege gekümmert hatte, der Gemeinde mitteilte, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, erfolgte die Verlegung.

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Zu den Todesumständen der beiden Soldaten ist bis heute wenig bekannt. Überlieferungen zufolge sind sie im Mai 1945 von Lungkwitzer Anwohnern tot am Waldrand aufgefunden worden. Es wurde berichtet, dass die Männer Einschusslöcher im Kopf hatten und es so aussah, als hätten sie sich gerade zu einer Mahlzeit niedergelassen. Einer der beiden Toten soll noch ein Brot in der Hand gehalten haben. Auch Reste einer Feuerstelle hatte man gefunden. Weil die Männer keine Papiere bei sich hatten, nahm man an, dass sie Deserteure waren und deshalb von durchziehender SS regelrecht hingerichtet worden sind.

Kriegs- und Soldatengräber unterliegen einer besonderen Gesetzgebung und bleiben dauerhaft bestehen. 

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