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Sommergewitter über Großenhainer Land

Während der Niederschlag in anderen Teilen des Landkreises größere Schäden anrichtet, bleibt die Region verschont. Vorerst.

Lang anhaltender Regen brachte am Montag den Hopfenbach in Beiersdorf zum Überlaufen.
Lang anhaltender Regen brachte am Montag den Hopfenbach in Beiersdorf zum Überlaufen. © Foto: privat

Landkreis. Es war ein Wochenstart, der es in sich hatte.  Nach den hohen Temperaturen an den vergangenen Tagen wurde der Montag mit Blitz, Donner und lang anhaltendem Regen eingeläutet. "Das hat die Natur endlich mal gebraucht", freute sich Manfred Engelmann im SZ-Gespräch. 

Wie der Chef der Agrargenossenschaft Skäßchen zu berichten wusste, hätte es im Großenhainer Ortsteil Uebigau immerhin bis zum Nachmittag zehn Liter pro Quadratmeter geregnet. Niederschlag, der Balsam für die trockenen Felder und Lebensretter für die ausgedörrten Pflanzen sei.

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Schäden, so Rathaussprecherin Diana Schulze, seien aufgrund der zahlreichen Gewitter glücklicherweise nicht zu verzeichnen gewesen. Weder die Feuerwehr noch die Mitarbeiter des Bauhofs wären zu irgendwelchen überschwemmten Kellern oder  Straßenunterführungen gerufen worden.

 Während in anderen Städten und Orten des Landkreises Meißen stellenweise wegen Überflutungen und Schlammlawinen gar nichts mehr ging, habe es hier einfach nur geregnet. 

Regen, der auch reichlich in Ebersbach niederging. "Sieben Liter waren es schon zur Mittagszeit und da dürfte noch einiges dazugekommen sein", registrierte Bürgermeister Falk Hentschel. Angesichts der alarmierenden Nachrichten aus Radebeul und Moritzburg habe er die Gewässer in seiner Gemeinde selbstverständlich auch im Blick. Immerhin sollten ja bis in die Abendstunden hinein immer wieder Gewitter über die Region hinwegziehen. 

Feuerwehr rückt nach Riesa-Canitz aus

Der Altkreis Riesa blieb von den schlimmsten Gewitterschäden weitgehend verschont. Wachsam war man aber auch hier, sagt Frauenhains Wehrleiter Danilo Kockisch. "Es erwischt uns ja nicht immer. Aber wenn, dann meistens richtig." 

Ähnlich drückt es auch Riesas stellvertretender Wehrleiter Dieter Böcke aus. Seiner Einschätzung nach musste die Feuerwehr in den vergangenen Jahren häufiger wegen schwerer, lokal begrenzter  Gewitter ausrücken. "Radebeul hat es richtig erwischt, aber wir haben Glück gehabt. 

Über Riesa hatten wir eigentlich einen normalen Landregen." Lediglich nach Riesa-Canitz mussten die Kameraden ausrücken. Dort war ein Keller vollgelaufen. "Außerdem haben wir einen Baum bearbeiten müssen." Der war von den trockenen Sommern der Vorjahre offenbar so geschwächt, dass er am Montagvormittag im Wind Äste verlor.  

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Auch in Strehla sei man "sehr gut durch den Tag gekommen", sagt Bauhof- und Stadtwehrleiter Sven Pietsch. "Wir haben uns über den Regen gefreut." Geht es nach den Landwirten, hätte es auch im Altkreis Riesa mehr regnen dürfen. "Über Kreinitz waren es vielleicht zehn Liter", sagt Gerhard Förster von der Agrargenossenschaft. "Das ist viel zu wenig, wir bräuchten mindestens 100." 

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