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Sommerkino und Livemusik in Radebeul

Auf der Sternwarte und in den Weinbergen finden am Wochenende verschiedene Veranstaltungen unter freiem Himmel statt.

Winzer Ralf Walter vom Weinschank an der Finsteren Gasse gehört zu den Organisatoren.
Winzer Ralf Walter vom Weinschank an der Finsteren Gasse gehört zu den Organisatoren. © Norbert Millauer

Radebeul. Einen lauen Sommerabend über den Dächern von Radebeul genießen mit einem Glas Wein, Livemusik und später einem guten Film. Das verspricht die Veranstaltungsreihe „Traumfabrik“ auf der Sternwarte, die an diesem Samstag startet.

Als Idee während des Corona-Lockdowns entstanden, haben sich dafür die Sternwarte und der Radebeuler Kulturverein zusammengetan und das Programm organisiert. Das Konzept ist simpel: Die Besucher trudeln gegen 21 Uhr ein, können sich am Stand von Schloss Wackerbarth einen Wein aussuchen und beim Trinken und Erzählen Livemusik genießen. 

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Kurz vor zehn, wenn sich die Nacht über die Stadt legt und es dunkel genug ist, startet dann ein Film auf der Leinwand. „Wir haben Filme ausgesucht, die zum Ambiente passen“, sagt Sternwartenleiter Ulf Peschel. An diesem Samstag wird das der französische Streifen „Der Wein und der Wind“ über einen Spätsommer im Burgund sein, in dem sich drei Geschwister fragen müssen, ob sie das idyllische Familienweingut nach vielen Jahren Funkstille gemeinsam weiterführen.

Leinwand hinter der Sternwarte

Die Leinwand steht hinter der Sternwarte. Dort können die Besucher auf Stühlen Platz nehmen, die nicht in festen Reihen, sondern locker verteilt auf der Wiese stehen, erklärt Peschel. Damit weiterhin Abstand gehalten werden kann. Zum Auftakt sorgt vor dem Film der Multiinstrumentalist Konrad Küchenmeister für die musikalische Umrahmung. Der Dresdner komponiert, arrangiert und mixt live auf der Bühne. Dazu bedient er sich Instrumenten wie Gitarre, Bass und Melodika, zu denen er Gesang und Beatbox in eine Loopstation einspielt.

Der Eintritt kostet 10 Euro für Vollzahler. Wer für diesen Samstag noch Tickets will, muss sich beeilen, nur noch wenige Restkarten sind übrig. Die „Traumfabrik“ findet aber noch an drei weiteren Samstagen statt: 27. Juni, 11. Juli und 25. Juli.

Musiker spielen an verschiedenen Orten

An diesem Wochenende steht außerdem der traditionelle Tag des offenen Weinbergs im Kalender. „Wir sind sehr froh, dass er stattfinden kann“, sagt Ralf Walter vom Weinschank an der Finsteren Gasse. Allerdings musste auch hier coronabedingt umgeplant werden. Ebenfalls zusammen mit dem Kulturverein wurde eine „Kultour“ organisiert, bei der die Gäste an verschiedenen Orten zwischen 11 und 18 Uhr Livemusik erleben können. Drei Bands wechseln regelmäßig ihren Standort zwischen dem Weinschank an der Finsteren Gasse, der Winzerei Paradiesberg sowie den Hängen Radebeuler Steinrücken und Goldener Wagen. Für letztere ist der Eingang direkt neben der Spitzhaustreppe. „Es werden auch kleine Führungen durch die Weinberge angeboten“, verspricht Ralf Walter.

Nicht mit dabei beim Tag des offenen Weinbergs ist dieses Mal die Weinbaugemeinschaft Zitzschewig, die coronabedingt ein Jahr aussetzt, 2021 aber wieder mitfeiern will.

Die anderen Veranstaltungen sind kostenfrei, die Künstler freuen sich über eine Spende in den Hut. Auch die „Kultour“ wird bis Ende Juli noch weitere zwei Mal stattfinden, dann sind andere Weingüter beteiligt.

Gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben ankurbelm

Sommerkino und die Feiern im Weinberg finden im Rahmen des Projekts „Radebeuler LebensArt“ statt, das die Stadt gemeinsam mit vielen Partnern ins Leben gerufen hat, um das gesellschaftliche Leben und die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Los ging’s mit einem Weinboulevard, Theater und Musik rund um den Anger in Altkötzschenbroda am vergangenen Wochenende. „Die Resonanz war rundum positiv“, sagt Radebeuls Zweiter Bürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Die Veranstaltungsreihe, die sich insgesamt über acht Wochenenden zieht, kostet eine sechsstellige Summe, da abgesehen vom Sommerkino kein Eintritt erhoben wird und auch die beteiligten Künstler einen Obolus erhalten sollen. Im Stadtrat habe es die übereinstimmende Meinung gegeben, dass man das tun sollte, sagt Lehmann. 

Zur Finanzierung konnte Geld, das nicht für die Karl-May-Festtage ausgegeben wurde, verwendet werden. Sponsoren, die sonst das Fest im Lößnitzgrund unterstützen, haben umgesattelt und die Stadt hat außerdem Gelder über die Kulturraumförderung des Landes bekommen, erklärt Lehmann.

Ebenfalls zum Programm der „Radebeuler LebensArt“ gehört der Frischemarkt, der am Samstag von 9 bis 14 Uhr auf der Bahnhofstraße stattfindet und ein Testlauf für einen regelmäßigen Wochenmarkt in Radebeul-West sein soll.

Das ganze Programm für dieses und die kommenden Wochenenden gibt es hier.

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