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Sommertheater mit der Spielbühne

Mario Grünewald inszeniert mit dem Freitaler Amateurensemble die Komödie „Charleys Tante“. Es ist die erste Premiere in Zeiten der Corona-Verbote.

Maximilian Gramza ist „Charleys Tante“. Am Freitag hat sie an der Spielbühne Freital zum ersten Mal ihren großen Auftritt.
Maximilian Gramza ist „Charleys Tante“. Am Freitag hat sie an der Spielbühne Freital zum ersten Mal ihren großen Auftritt. © Thomas Morgenroth

Eine Dame von Welt trägt in der Regel keinen Vollbart, auch wenn sie aus Brasilien kommt und Millionärin ist. So nahm Maximilian Gramza schweren Herzens Abschied von seinem Gesichtsschmuck. Der 23-jährige Sozialarbeiter aus Dresden gibt in der Erfolgskomödie „Charleys Tante“ die Titelfigur und muss dafür auch die Stimme in höhere Regionen schrauben. Es ist schon köstlich, den jungen Mann mit Perücke im Kleid über die Bühne trippeln zu sehen. Nur die Stöckelschuhe fehlten bei den Proben noch. Deren Beschaffung ist auch ein kleines Problem – bei Schuhgröße 45.

Die Spielbühne Freital bereitet sich in diesen Tagen intensiv auf die erste Premiere in Zeiten der staatlichen Verbote wegen der Corona-Pandemie vor. Der Freitaler Schauspieler Mario Grünewald inszeniert mit einem zehnköpfigen Ensemble die beliebte Farce von Brandon Thomas in einer Bearbeitung von Cornelia Ehlers. „Charleys Tante“ ist eine luftig-leichte Komödie, die bestens als Sommertheater geeignet ist.

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2005 hat Regisseur Grünewald in einer Inszenierung des Staatsschauspiels Dresden mitgespielt, er gab damals den Vater von Jakob, einem der jungen Männer. Jakob und sein Freund Karl, genannt Charley, wollen ihren Mitstudentinnen Annie und Katrin ihre Liebe gestehen. Was nicht so einfach ist, weil sich die Fräuleins ohne Anstandsdame nicht mit den Herren treffen dürfen. Da kommt der angekündigte Besuch von Donna Lucia d’ Alvadorez, Charleys reicher Tante, gerade zur rechten Zeit. Allerdings verspätet sie sich. Da taucht Johann bei seinen Freunden auf. Er ist Sänger in einer Band, in der er in Frauenkleidern ein Lied von Hildegard Knef singen soll. Als er sein Kleid vorführt, haben Charley und Jakob eine vermeintlich geniale Idee ...

Das Stück in der Version der Spielbühne spielt in den Fünfzigerjahren in Norddeutschland. Ursprünglich kommt „Charleys Tante“ aus England, die Uraufführung war dort bereits 1892. Inzwischen ist die Komödie eine der weltweit erfolgreichsten, sie wurde in einhundert Sprachen übersetzt und immer wieder dem Zeitgeist angepasst. Charleys Tante ist eine der Paraderollen für komödiantisch veranlagte Schauspieler, die dafür gern ihren Bart opfern. Wie jetzt Maximilian Gramza.

Premiere am 17. Juli, 20 Uhr, außerdem am 18., 20 Uhr, und am 19., 19 Uhr, weitere Termine im September. Weitere Infos gibt es bei der Spielbühne Freital.

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