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Songs aus Australien und aus Schwaben

Rod Fritz spielte am Samstag im Speicher No 1 in Hoyerswerda. Ein guter Platz für den Songwriter.

Rod Fritz braucht für einen gelungenen Auftritt nur seine Stimme und eine Gitarre. In seinen Songs geht er auf.
Rod Fritz braucht für einen gelungenen Auftritt nur seine Stimme und eine Gitarre. In seinen Songs geht er auf. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Wer am Konzertabend am Speicher No. 1 aus dem Auto steigt, wird vom Geruch des Holzfeuers und dem Blinken des vor der Tür postierten US-Polizeifahrzeugs empfangen. Drinnen sorgt der Warmluft-Ofen für wohlige Wärme. Die Gäste sind gut drauf, essen, trinken, plaudern, machen sich einen schönen Abend. Zu dem gehört am Samstag auch Rod Fritz. In perfekter Singer/Songwriter-Manier steht er da auf der kleinen Bühne im weißen T-Shirt und mit seiner Akustikgitarre und legt los. Er streut mal einen Song von Johnny Cash, von Bob Dylan, von Cat Stevens oder von den Eagles ein. Er bringt Elvis‘ „Ghetto“ im ersten Song-Teil mit der tiefen Presley-Stimme und im zweiten mit seiner eigenen, helleren Stimmlage und zeigt auch , dass man „Knocking on heavens door“ gar nicht so rockig bringen muss. Doch alle anderen Songs des Abends sind seine eigenen. Erst spät hat der 49-Jährige angefangen, Musik zu machen. Das war 1996. Rod Fritz lebt ein australisches Leben. Man muss ja nicht immer dasselbe machen. Er hat mit Behinderten gearbeitet, ist um die Welt getingelt, arbeitet in einer Elektrofirma mit. Was eben so anliegt.

Eigentlich stammt Rod Fritz aus Hobart auf Tasmanien. Doch seine Mutter stammt aus Biberach in Schwaben. Als er sie vor wenigen Jahren hier besuchte, verliebte er sich in eine Frau, ist mittlerweile verlobt und hat beschlossen, zu bleiben. „Die schönsten Dinge passieren eben einfach so“, lächelt er. Seitdem gibt er Auftritte in Deutschland, lernt Deutsch und arbeitet auch schon an Songs mit deutschen Texten. Inspiration ist sein Leben. Da geht es ein bisschen um Politik, viel um Liebe. Er singt über sich selbst, einen „schüchternen Mann“ und er singt gegen Depressionen, für Selbstvertrauen, will Leuten gern Mutmachen. „Don’t be sad“ ist so ein Song. Kann man sich auch bei Youtube anklicken. Speicher-Betreiber Michael Schilling hat Rod Fritz jedenfalls gleich nochmal gebucht – für nächstes Jahr im Sommer. 

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