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Sonnenbad im Planquadrat?

Im Großenhainer Naturerlebnisbad darf ab Montag geplanscht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Vorbereitungen im Großenhainer Naturbad laufen auf Hochtouren. Doch es wird eine komplett andere Badesaison. Der Sprungfelsen bleibt geschlossen, die Rutsche darf genutzt werden.
Die Vorbereitungen im Großenhainer Naturbad laufen auf Hochtouren. Doch es wird eine komplett andere Badesaison. Der Sprungfelsen bleibt geschlossen, die Rutsche darf genutzt werden. © Anne Hübschmann

Annett Fischer saugt im Schwimmerbecken mit einem ferngesteuerten "Roboter" Algen und Schmutz vom Grund. Ein paar Meter entfernt rattert Heidi Teichler mit dem Rasentraktor über die Liegeflächen. Martin Lehmann kümmert sich um die Kennzeichnung des Wegerechts und die vielen "kleinen Dinge", die die Saison im Naturerlebnisbad in diesem Jahr beeinflussen. Das Kernteam des NEB ist seit Ende Februar damit beschäftigt, das Areal vorzubereiten. "Und dann kam ausgerechnet Corona", sagt Großenhains Bürgermeister Tilo Hönicke mit süß-saurer Miene.

Dennoch: Am Montag, zum Kindertag, öffnet das NEB nun - etwas verspätet - seine Pforten. Die Stadtverwaltung musste im Vorfeld ein Hygienekonzept erarbeiten, das am Freitag von den zuständigen Behörden bestätigt wurde. "Das war eine gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt", lobt Tilo Hönicke. Von vornherein war abzusehen, dass nicht "volle Pulle" gefahren werden kann. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:

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Wird es Einschränkungen bei der Besucheranzahl geben?

Ja. Es dürfen gleichzeitig 515 Badelustige ins NEB. Die Zahl ergibt sich aus der ermittelten Fläche von 7.728 Quadratmeter, geteilt durch 15 Quadratmeter pro Person. Die Besucherzahlen werden im Kassen- und Eingangsbereich anhand des Ticketverkaufs registriert. Ein Mitarbeiter einer Security-Firma wird vor Ort sein. An der Kasse selbst ist eine Trennscheibe aus Plexiglas installiert, regelmäßig wird desinfiziert. Zudem gilt insbesondere die Abstandsregelung von 1,50 Meter beim Einlass. Saisonkarten gibt es nicht. Das hatte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Welche Badebecken  können genutzt werden?

Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken stehen zur Verfügung. Allerdings gilt auch hier: Abstand halten. Im Schwimmerbereich wird deshalb mittels einer Abgrenzung der Betrieb so eingerichtet, dass nicht herkömmliche Bahnen, sondern Runden geschwommen werden können. "Das wird für alle eine Herausforderung", sagt Schwimmmeister Martin Lehmann. Nicht zur Verfügung steht das Kinderplanschbecken. Das hat allerdings nichts mit Corona zu tun. Hier sind vielmehr schon länger Nachbesserungsarbeiten geplant, die die Firma Weber Bau im Juni/Juli durchführt.

Dürfen Sprungturm und Wasserrutsche betrieben werden?

Der Sprungfelsen wird gesperrt, weil hier die Abstandsregelung nicht gewährleistet werden kann. Zugestimmt wurde, dass die Rutsche in Betrieb bleibt - auch hier unter dem Vorbehalt, dass Abstand gehalten wird. "Wir werden mit einem Schild darauf hinweisen", so Martin Lehmann. Das Personal ist zudem ständig darauf bedacht, die Einhaltung der Regeln zu sichern, auch mit entsprechenden Hinweisen per Lautsprecherdurchsage. 

Was gilt für die Nutzung der Sanitäranlagen im Hauptgebäude?

Die dortigen Garderoben bleiben geschlossen, dafür werden fünf Außengarderoben zum Umkleiden bereitgestellt. Für die Duschen im Sanitärtrakt gilt eine "Einbahnstraßenregelung", was aufgrund der bestehenden Ein- und Ausgänge problemlos machbar ist.

Wie steht es um die Außenanlagen - also Sport- und Spiel?

"Die Sportanlagen sind komplett nutzbar", so Martin Lehmann. Allerdings werden keine Sportgeräte verliehen, die müssen selbst mitgebracht werden. Ausnahme sind Schwimmflügel. Diese werden sofort nach der Rückgabe desinfiziert.

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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