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Sorgen Sie aktiv für Lebensqualität!

SZ-Redakteurin Juliane Richter über Baumfällungen um jeden Preis.

SZ-Redakteurin Juliane Richter
SZ-Redakteurin Juliane Richter © SZ

Es wird nur wenige Monate dauern, bis die Dresdner wohl wieder über die Sommerhitze im Talkessel stöhnen. Wenn die Temperaturen in den Tropennächten nicht unter 20 Grad Celsius fallen und erholsamer Schlaf zum Fremdwort wird. Dass Dresden mit jedem Sommer stärker überhitzt, ist ein Fakt. 

Die Gründe sind kein Geheimnis: Verdichtung, Versiegelung von Flächen, Wegfall von Stadtgrün. Wo kein Schatten mehr ist, kann die Sonne gnadenlos auf den Boden prasseln und den Beton aufheizen. Ein frischeres Lüftchen weht nur dort, wo viele Bäume sind. Kein Wunder, dass der Große Garten mindestens fünf Grad kühler ist als die meisten Straßenzüge.

Jeder gefällte Baum ist deshalb ein Verlust für die Stadt und die Lebensqualität ihrer Bewohner. Insbesondere die großkronigen Laubbäume sorgen für frischere Luft. Dass gerade jene geschützten Bäume gefällt werden können, weil Personal für die Bearbeitung der Anträge fehlt, ist fatal. Über die Jahre wird sich der Schwund negativ bemerkbar machen. Doch nicht nur die Stadtverwaltung muss an dieser Stelle reagieren. 

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Jeder Grundstücksbesitzer sollte sich fragen, ob er seine Fällrechte maximal ausnutzen muss. Besser wäre, mit Bedacht und Weitsicht zu urteilen und schon Jahre, bevor ein Baum womöglich zum Problem wird, Ersatz zu schaffen. So sollte jeder Eigentümer aktiv für die Lebensqualität dieser Stadt sorgen. Solange aber Bäume weichen müssen, um Autos zu schützen, läuft gehörig etwas schief in Dresden.

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