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Sozialarbeit an Oberschulen sicher

Über zwei Millionen Euro kostet den Landkreis Görlitz die Schulsozialarbeit. Ein großer Teil der Summe kommt aus Fördermitteln des Freistaates Sachsen.

Symbolbild
Symbolbild © dpa/Monika Skolimowska (Symbolfoto)

Als der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor Kurzem seine 18-Monate-Bilanz zog, ging es auch um das Thema Bildung. Neben der Berufsorientierung und dem Einsatz von Assistenzkräften spielte die Schulsozialarbeit eine Rolle. Das Schulsystem sei weiterentwickelt worden, so der Ministerpräsident, und damit Voraussetzungen geschaffen, dass Sachsen auch in fünf bis 15 Jahren in Pisa-Vergleichen ganz vorn liege.

Allein für den Landkreis Görlitz schießt der Freistaat knapp 1,9 Millionen Euro für die Schulsozialarbeit in diesem Jahr zu. Insgesamt kostet sie dem Landratsamt über 2,1 Millionen Euro.

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An allen staatlichen Oberschulen im Landkreis Görlitz ist die Schulsozialarbeit abgesichert. Das sind insgesamt 22 Einrichtungen. Mit einem Sonderprogramm hatte der Freistaat erreichen wollen, dass an allen Oberschulen ein Schulsozialarbeiter tätig sein kann. Das ist auch tatsächlich der Fall. Jedenfalls an den staatlichen Oberschulen in freier Trägerschaft wie die Zinzendorf-Schule in Herrnhut, die Schkola in Ostritz, die Freien Oberschulen in Rietschen und Boxberg sowie die Evangelische Oberschule in Görlitz verfügen über keine Angebote der Schulsozialarbeit, wie bereits im vergangenen Jahr. Insgesamt werden 42 Arbeitsplätze für die Schulsozialarbeit im Landkreis gefördert. Sie laufen in 67 Einzelprojekten. Neben den Sozialarbeitern an den Oberschulen gibt es sie beispielsweise an Grundschulen wie in Rothenburg, Reichenbach, in Görlitz, hier auch am Förderschulzentrum, am Augustum-Annen-Gymnasium und vier Grundschulen, im Süden des Kreises am Schkola-Gymnasium in Ebersbach, dem Oberland-Gymnasium in Seifhennersdorf, am Christian-Weise-Gymnasium Zittau und drei Grundschulen in Zittau.

Der Kreis Görlitz wiederum arbeitet mit unterschiedlichen Trägern zusammen, bei denen die Schulsozialarbeiter angestellt sind, und an welche die Fördergelder gehen. Auch andere Aufgaben der Jugendarbeit, darunter Jugendschutz und Familienbildung, übernehmen die Träger für den Kreis, bekommen dafür Mittel. Im vergangenen Jahr wurde Kritik seitens der Träger laut. Zu unsicher sei die Finanzierung. Es ging vor allem um verspätete Zusagen. Und es betraf demnach insbesondere die Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, den präventiven Jugendschutz und eben die Schulsozialarbeit. Der Landkreis sagte dagegen: Auch das Kreisjugendamt ist an Förderverfahren und -fristen gebunden. Ewa 40 Träger der Jugendarbeit gibt es kreisweit, viele haben sich beim Jugendring Oberlausitz zusammengeschlossen.

Tatsächlich gab es in der Vergangenheit Schwierigkeiten. Für die offene Jugendarbeit wurden 2017 keine Zuwendungsbescheide verschickt. Ein Grund: Die Neuregelung bei der Schulsozialarbeit in den Oberschulen – eine neue, zusätzliche Aufgabe für die Landkreise. Sie verlangte viel Arbeit ohne mehr Personal.

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