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Späterer Baustart im Waldstadion

Der Lärmschutz ist kompliziert. Aber die Stadt will kein Risiko. Das kostet Zeit. Genau wie die Ermittlungen zur Schlägerei.

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass im kommenden Jahr die Bauarbeiten am Nieskyer Waldstadion starten. Das bestätigt der Nieskyer Oberbürgermeister Wolfgang Rückert der SZ auf Nachfrage. Der Grund: Das erste Lärmschutzgutachten muss noch einmal präzisiert werden. Es sei zu riskant, ohne ein zweites Immissionsgutachten die Planung oder den Bau zu beginnen, so der Oberbürgermeister. Vorgesehen sei ein Planungswettbewerb, bei dem die Schallschutzparameter vorgegeben sind. Das sei aufgrund der hohen Investitionssumme, aber auch wegen der Lage des Eisstadions neben dem Krankenhaus und dem Altenpflegeheim notwendig. „Die neue Zeitschiene sieht vor, dass noch eine Saison ohne Dach gespielt werden muss“, so der OB. Ursprünglich war vorgesehen, dass nach dem Ende der Saison 2013/14 im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Einbau neuer Eistechnik und dem Bau eines Daches begonnen wird.

Haben Auswärtige provoziert?

Sechs Punkte aus zwei Spielen am vergangenen Wochenende: Das macht die Fans der Tornados und die Mitglieder des Eislaufvereins Niesky ELV glücklich. Mindestens genau so wichtig ist allerdings, dass bei beiden Spielen, auswärts in Jonsdorf und gegen die Wölfe aus Schönheide Zuhause im Waldstadion die Stimmung gut war, sagt Jörn Dünzel, der Präsident des Eislaufvereins. So ist es üblicherweise auch im Nieskyer Freiluftstadion. Doch beim Spiel gegen Leipzig Mitte November gab es eine Prügelei, bei der ein Fan aus Leipzig verletzt wurde. Was genau los war, von wem die Auseinandersetzung ausging, das ermitteln Polizeibeamte. Polizei und Verein arbeiten zusammen. „Unser derzeitiger Erkenntnisstand ist der, dass vermutlich auswärtige Besucher aus Weißwasser am 16. November die Auseinandersetzung provoziert haben“, sagt der Vereinspräsident. Abgeschlossen sind die Ermittlungen allerdings noch nicht.

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Nun wollen die Nieskyer zeigen, dass Eishockey in Niesky traditionell eine schöne Sache ist. Niemand müsse sich sorgen, dass es in Niesky nicht sicher ist, so der ELV-Präsident. Am vergangenen Sonnabend waren die Stimmung von Fans und eishockeybegeisterten Zuschauern und das Tornadospiel im Waldstadion so wie meistens – toll. (SZ/cam)