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Spanien lässt grüßen

über die Dominanz des Spitzenduos

Daniel Klein

Nun ist aus dem Dreikampf ein Zweikampf geworden. Bayer Leverkusen hat sich aus dem Rennen um die Meisterschaft rausrotiert. Man könnte jetzt Häme ausschütten über die Werkself, Arroganz, Überheblichkeit und Selbstüberschätzung attestieren. Man könnte es aber auch ganz nüchtern betrachten: Leverkusen setzt die Prioritäten auf ein Weiterkommen in der Champions League und nicht auf einen Dreikampf in der Bundesliga. Wirtschaftlich wie sportlich ist das auch die richtige Entscheidung.

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Die Bayer-Elf wird sich trotz der peinlichen wie vermeidbaren Niederlage beim Schlusslicht am Ende der Saison auf dem Platz hinter dem bayerisch-westfälischen Spitzenduo wiederfinden – und sich damit erneut direkt für die Champions League qualifizieren. Die Meisterschale, da sind die Verantwortlichen realistisch genug, war nie wirklich in Reichweite. Der Einzug in die nächsten Runden der Königsklasse dagegen schon. Und dort kann man schließlich Millionen verdienen. Warum also sollte man die leichtfertig aufs Spiel setzen?

So verständlich also die Entscheidung von Leverkusen ist, so fatal ist sie für die Bundesliga. Wenn der größte Konkurrent von Bayern und Dortmund freiwillig die weiße Fahne hisst, kann dies nicht gut sein für die Spannung und den Unterhaltungswert. Da muss man schon dankbar sein, dass zumindest die Borussia – im Gegensatz zur vorigen Saison – die Bundesliga wieder ernst nimmt. Nun drohen spanische Verhältnisse. Wie Real Madrid und der FC Barcelona werden München und Dortmund die Liga nach Belieben dominieren. Und das für Jahre. Keine schönen Aussichten.