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Spar-Haushalt für Königswartha

Die Gemeinde plant in diesem Jahr nur kleinere Investitionen. Manches wird aber auch, ohne dass sie Geld ausgeben muss.

© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

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Königswartha. Der Königswarthaer Bürgermeister Swen Nowotny (CDU) ist froh, dass sich die Gemeinde in den vergangenen Jahren so gut entwickelt hat. Seit Juni 2015 führt er die Amtsgeschäfte. Und er hat sie in schwierigen Zeiten übernommen. Die Gemeinde musste sparen. Und sie tat das mit 61 Punkten in einem Haushaltssicherungskonzept. Die Ergebnisse daraus sind gut und vor allem zeitiger als geplant umgesetzt. Dennoch gibt es in diesem Haushaltsjahr nur kleinere Vorhaben.

Für ein Haushaltssicherungskonzept war das vergangene Jahr eher sehr gut gelaufen. Denn dank der Förderung aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ konnten die Toiletten in der Grundschule endlich saniert und der Kirchplatz neu gestaltet werden. Aber auch die neue Drehleiter für die Feuerwehr oder die Instandsetzung der Beleuchtung im Gewerbegebiet waren keine kleinen Summen.

Auch andere Projekte, die nicht die Gemeinde zu verantworten hat, wurden geschafft. Das Niesendorfer Wehr sollte nun den Ort Königswartha besser vor einem Hochwasser schützen. Und der Abriss der alten Milchviehanlage, deren Fläche und Gebäude der Gemeinde gehören, wurde vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bezahlt. „Das Amt braucht die Flächen für Ersatzpflanzungen“, weiß Swen Nowotny. Unter anderem dafür, dass zwischen Caminau und Wartha nun nach vielen Jahren ein Radweg entsteht. Auch hier ist das Lasuv federführend. Im Frühjahr soll er voraussichtlich fertig werden.

Straßenbeleuchtung wird umgestellt

Da sehen die Vorhaben für dieses Jahr etwas kleiner aus. So sollen Teile der Straßenbeleuchtung in den Orten auf LED umgestellt werden. Für die Sanierung des Platzes am ehemaligen Rathaus hat der Gemeinderat jetzt die Planung an das Ingenieurbüro Exner & Schramm vergeben. „Dieses Büro begleitet unsere Entwicklung seit vielen Jahren“, sagt Nowotny. Und da die Fläche nicht verkauft werden konnte, soll sie nun umgestaltet werden. Die Kosten in Höhe von 50 000 Euro werden gefördert.

Auch die Instandsetzung des Heideweges soll begonnen werden. „Je nachdem, was für Zuweisungen kommen, können auch weitere Instandhaltungsmaßnahmen an Straßen, Wegen oder Bushaltestellen erfolgen. In diesem Jahr müssen wir einfach mal Luft holen, um 2019 voll durchzustarten“, sagt Swen Nowotny. Ihm ist es wichtig, dass die Hebesätze bei den Steuern gleich bleiben und die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2018 auf 420 Euro sinken wird. In Zukunft soll an der Entwicklung des Schulstandortes gearbeitet werden. Und auch die Infrastruktur im Gewerbegebiet wird noch eine ganze Menge Geld kosten, weiß Swen Nowotny.

Nachdem die Einwohnerzahl stabil geblieben ist und es immer wieder Anfragen zu Flächen auf den Wohnbaustandorten gibt, ist der Bürgermeister überzeugt, dass sich die Gemeinde zu einem guten Platz für Gewerbe und Familien entwickeln wird. Schließlich soll voraussichtlich auch im Frühjahr der neue Netto-Markt öffnen. Und aus dem ehemaligen Penny-Gelände könnte ein Gesundheitszentrum entstehen. Auch dafür muss die Gemeinde kein Geld bezahlen, sondern in beiden Fällen gibt es Investoren.