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Sparen beim Sitzungsgeld

Cunewalde. Ab dem neuen Jahr bekommen die 18 Gemeinderäte von Cunewalde weniger Sitzungsgeld und finanzielle Entschädigung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Das beschloss der Rat auf seiner jüngsten Sitzung und nahm sich damit selbst aus dem Sparkurs der Kommune nicht aus.

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Cunewalde. Ab dem neuen Jahr bekommen die 18 Gemeinderäte von Cunewalde weniger Sitzungsgeld und finanzielle Entschädigung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Das beschloss der Rat auf seiner jüngsten Sitzung und nahm sich damit selbst aus dem Sparkurs der Kommune nicht aus.

Bisher erhielt ein Gemeinderat monatlich einen Grundbetrag von zehn Euro. Der fällt ab nächstem Jahr weg. Das den Abgeordneten nach der so genannten Entschädigungssatzung zustehende Sitzungsgeld reduziert sich von 25 auf 20 Euro. Auch bei den Entschädigungssätzen, die die Gemeinderäte und alle anderen ehrenamtlich tätigen Bürger in der Gemeinde als Ersatz für Auslagen und Verdienstausfall bekommen, wird der Rotstift angesetzt. Für bis zu drei Stunden gibt es ab 2004 noch zehn Euro (vorher zwölf Euro), für bis zu sechs Stunden 20 Euro (vorher 25 Euro) und für mehr als sechs Stunden 25 Euro (vorher 30 Euro). Insgesamt spart die Kommune jährlich rund 3 450 Euro.

„Ich komme auch zur Sitzung, wenn es nichts dafür gibt“, sagte Gemeinderat Michael Küchler. Gleichzeitig empfahl er, den Cunewalder Beschluss an die CDU-Landtagsfraktion in Dresden zu schicken mit der Anfrage, ob die nicht ihre Diäten senken wolle. Lothar Goll stimmte dem zu und schlug vor, auch dem Kreistag den Beschluss zu schicken. „Der Kreistag in Bautzen sollte unserem Vorbild folgen“, befand Goll und erntete von den anderen Cunewalder Gemeinderäten zustimmendes Nicken. (SZ/ris)