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Sparen ja, aber nicht am Adventsschmuck

Tschechen lassen sich die Lichterfreude zum Fest nicht verderben.

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Von Steffen Neumann

Usti nad Labem. Weihnachten steht vor der Tür und die Städte und Gemeinden schmücken sich aus. Lichter in Straßen, an Gebäuden und auf den Weihnachtsmärkten gehören in Tschechien einfach dazu. Daran wird auch die aktuelle Wirtschaftskrise nichts ändern. Hier und da wird zwar auf die angespannte finanzielle Situation verwiesen, aber für die klamme Stadtkasse springen häufig Sponsoren in die Bresche.

Bäume feierlich entzündet

So kommen die Weihnachtsbäume in Usti nad Labem (Aussig) und Decin (Tetschen) als Geschenke von privaten Grundstücken. Höchstens auf die Anschaffung von neuem Weihnachtsschmuck wird in beiden Städten verzichtet. „Unser Ziel ist, den Einwohnern Weihnachten zu einem noch besseren Erlebnis als im Vorjahr zu machen“, gibt Jaroslav Tvrdik, Vizebürgermeister von Litomerice (Leitmeritz), den allgemeinen Tenor wieder. In diesem Jahr wurde in der Bischofsstadt die Jesuitenkirche neu illuminiert. Die mit Abstand ausgeschmückteste Stadt ist Most (Brüx), wo regelmäßig die höchsten Beträge investiert werden. Auch dieses Jahr kommen neue Weihnachtsbeleuchtungen hinzu, zum Beispiel rund um die Dekanatskirche. Auch Louny (Laun) lässt sich nicht lumpen und investiert für Weihnachtsdekoration mehr als im Vorjahr. Höhepunkt der Vorweihnachtszeit ist traditionell die feierliche Entzündung des Lichterschmuckes an den Weihnachtsbäumen, zu der regelmäßig Tausende Leute kommen. Sie findet in den meisten Städten am ersten Adventswochenende statt.