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Sparen seit 190 Jahren

Die Sparkasse Zittau wurde am 28. März 1825 eröffnet. Seither hat sich nicht nur ihr Domizil verändert.

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Vor 190 Jahren hat die Geschichte der Sparkasse in Zittau begonnen. Die Familie Heinrich ist seit fast 60 Jahren Kunde bei der Sparkasse in Zittau. Im Interview spricht das Ehepaar darüber, warum es die Sparbücher der letzten Jahrzehnte aufgehoben hat – und was Sparen bedeutet.

Start im Rathaus ...
Start im Rathaus ...
... Umzug ins Gewandhaus ...
... Umzug ins Gewandhaus ...
... Domizil auf der Neustadt.
... Domizil auf der Neustadt.

Seit wann sind Sie Kunden

in unserer Sparkasse?

Helga Heinrich: Ich bin seit 1956 Kundin der Sparkasse. Damals habe ich mein erstes Sparkassenbuch in der Zweigstelle der Sparkasse im TKZ Werk 6 (Textilkombinat Zittau) eröffnet. Diese war nur ein paar Tage für die Belegschaft geöffnet. Die Hauptbetreuung erfolgte auch schon damals in der Hauptstelle auf der Frauenstraße 21.

Rudolf Heinrich: Ich habe mein erstes Sparkassenbuch im Jahr 1958 eröffnet, nachdem ich meine Frau kennengelernt hatte.

Warum haben Sie diese Sparbücher aufgehoben? Aus welchem Jahr stammen diese und von wem?

Rudolf Heinrich: Alle Sparbücher, die Sie hier sehen, stammen von uns beiden. Es fehlt nur das Erste von 1956. Auf diesem befanden sich 240 Mark laut dem Übertrag auf das folgende Buch. Ich habe die Bücher „einfach nur so“ aufgeräumt. Vielleicht aber auch um mal zu schauen, wann wir etwas angeschafft haben und dafür Geld abgehoben haben oder um Sie Ihnen als Sparkassenmitarbeiter einmal zu zeigen.

Haben Sie sich von dem Ersparten etwas Besonderes geleistet oder einen Wunsch erfüllt?

Helga Heinrich: Ja, natürlich. Als Erstes haben wir uns damals Möbel für unsere gemeinsame Wohnung gekauft.

Rudolf Heinrich: 1964 folgten dann unser Trabant und in den folgenden Jahren weitere Autos. Nach der Wende 1996 haben wir uns dann zum Kauf einer Eigentumswohnung entschlossen. Auch diese konnten wir von unserem Ersparten bezahlen.

Helga Heinrich: Nur des Sparens wegen konnten wir uns das alles leisten.

Verbindet Sie eine spezielle Geschichte/ Begebenheit mit unserer Sparkasse?

Rudolf Heinrich: Als Erstes möchte ich sagen, dass wir immer korrekt bei der Sparkasse bedient wurden. Natürlich haben wir schon viel erlebt. Gut in Erinnerung ist mir der Umbau der historischen Sparkasse 1993-1995 geblieben. Die Befürchtung, dass die historische Fassade abgerissen wird und ein hässliches Gebäude entsteht, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Die Außenwände blieben stehen und nur dahinter wurde neu und modern gebaut.

Auch an die beiden Währungsumstellungen kann ich mich noch gut erinnern. Zum einen war das von Ostmark zur Deutschen Mark und 2002 die Euroumstellung.

Auch bei den Sparzinsen haben wir schon alle Varianten mitgemacht. Allerdings ist so ein niedriges Niveau auch für uns neu.

Was bedeutet für Sie „Sparen“?

Helga Heinrich: Sparen ist für uns für die Erfüllung unserer Wünsche. Wir haben nie einen Kredit aufgenommen.

Rudolf Heinrich: Das Sparkassenbuch ist eine Institution für uns. Man hat etwas in der Hand und kann auch immer wieder nachschauen und die Entwicklung des Ersparten verfolgen. Der Sparcharakter ist uns sehr wichtig.

Interview: Silvana Kelz, Mitarbeiterin der Sparkasse