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Sparkasse Meißen zieht nach Riesa

Meißen. Die Kreisräte machten gestern Abend die Fusion der Sparkassen perfekt .

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Von Peter Anderson

Zum Januar soll die Kreissparkasse Meißen das Nachbarinstitut in Riesa-Großenhain schlucken und dann schlicht Sparkasse Meißen heißen, ungeachtet des künftigen Sitzes in Riesa. Einstimmig beschlossen das die Meißner Kreisräte gestern Abend. Ende Oktober hatten ihre Kollegen in Riesa-Großenhain mit einem gleich lautenden Beschluss vorgelegt.

Claus Friedrich Holtmann, Geschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, beglückwünschte den Kreistag zu seiner Haltung: „Unser Verband glaubt, dass Sie damit die richtige Lösung für Ihre Region gefunden haben.“

Hintergrund der Fusion ist die geplante Heirat der Landkreise bis Mitte 2008. Aus der im sächsischen Bankgesetz festgeschriebenen Einräumigkeit folgt zwingend die Fusion der zwei Häuser.

Nach wie vor offen bleibt, was die Großbank im Elbland den Kunden bringt. Am interessantesten für die vielen Sparer dürfte die Frage sein, wie die neuen Giro-Konto-Modelle aussehen. Bislang gibt es erhebliche Unterschiede.

Eine weitere wichtige Weichenstellung ist in den nächsten Monaten von der Wahl des Sparkassen-Chefs zu erwarten. Als ein aussichtsreicher Kandidaten wird der bisherige Meißner Vize Bardo Thaler gehandelt. Auch Interessenten aus den Reihen der Ostsächsischen Sparkasse Dresden stehen gut informierten Kreisen zufolge Gewehr bei Fuß.

Sollte ein Dresdner in der anstehenden Ausschreibung das Rennen machen, könnte dies als Hinweis auf eine weitere Fusionsrunde gewertet werden. In der Vergangenheit gab es immer wieder entsprechende Gerüchte. Das Geschäftsgebiet der neuen Sparkasse Meißen liegt mitten zwischen den beiden großen Sparkassenblöcken in Sachsen. Die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig drückt von Westen, die Ostsächsische Sparkasse Dresden von Osten. Die wirtschaftliche und kulturelle Nähe der Region zur Landeshauptstadt lässt ein Bündnis mit den Dresdnern wahrscheinlicher erscheinen.