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Sparkasse senkt die Preise

Finanzen. Noch vor derformellen Fusion gleichendie Sparkassen an Neiße und Mandau die Modellefür Girokonten an.

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Von Frank Seibel

Die Fusion der Niederschlesischen Sparkasse mit der Sparkasse Löbau-Zittau wird jetzt für die Inhaber der insgesamt 160 000 Privatkonten erstmals greifbar. Zum 21. Juni führen beide Kreditinstitute neue und einheitliche Preise für Girokonten ein. Die Fusion tritt formal allerdings erst am 31. August in Kraft.

Im Wesentlichen gleicht die Niederschlesische Sparkasse ihre Konto-Modelle der Partner-Sparkasse an. Dadurch sparen die meisten Kunden deutlich bei den Grundgebühren – erhalten aber auch weniger Leistungen. Statt der bisherigen vier Modelle gibt es für Privatkunden künftig nur noch zwei Angebote: Das Privatkonto und das Online-Konto.

Dauer-Aufträge und die Sparkassen-Card werden beim normalen Privatkonto, anders als bisher, gesondert berechnet, ebenso Kreditkarten. Dafür müssen die Kundenfür ihr Sparkassen-Privatkonto in Zukunft nur noch 1,90 Euro im Monat zahlen statt bisher mindestens drei Euro.

„Wir specken alles ab, was nicht unbedingt erforderlich ist“, sagte Niespa-Vorstandssprecher Bernd Michallik gestern vor Journalisten. So bräuchten viele der älteren Privatkunden keine Kreditkarte. Die „traditionellen“ Bankkunden profitieren von einer Vergünstigung für Überweisungen auf Papier.

Bisher kostete eine Buchung auf diesem Wege 90 Cent, künftig nur noch 40 Cent. Wer mehr Leistungen will, findet die im Paket „Sparkassen-Online-Konto“. Für 2,50 Euro im Monat gibt es hier zwei Sparkassen-Cards, eine Kreditkarte sowie fünf kostenlose Buchungen. Allerdings betonte Michallik, dass die Sparkasse ihre Kunden nicht zur Selbstbedienung im Internet drängen wolle. „Filialschließungen sind nicht unser Ziel“, sagte Michallik.

Besonders deutlich sinkt der monatliche Grundpreis bei den rund 6 000 Firmenkonten: Von fünf auf 2,90 Euro.

Einfacher und günstiger als bisher sollen die Angebote für Girokonten sein, erläuterte der Zittauer Sparkassenchef Michael Bräuer, der ab September Vorstandssprecher der neuen Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien sein wird. Das soll helfen, das strategische Ziel zu erreichen: zehn Prozent mehr Marktanteil in der Region.