merken
PLUS

SPD-Ortsverein hat sich aufgelöst

Die Mitglieder sind nicht mehr einverstanden mit der aktuellen Politik ihrer Parteispitze.

Von Catharina Karlshaus

Mit sofortiger Wirkung hat sich am Freitagvormittag der SPD-Ortsverein Großenhain aufgelöst. „Es ist ein mehr als bitterer Moment, das können Sie mir glauben“, bekannte der ehemalige Vorsitzende Kai-Uwe Schwokowski im SZ-Gespräch. Wie er sagte, hätten darüber hinaus die bisherigen Mitglieder Iris Kühne, Jürgen Herzog und Rainer Lange – ebenso wie Schwokowski selbst – schriftlich ihren Austritt aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands erklärt.

Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

„Unsere innere Überzeugung kann uns im Herzen niemand nehmen. Wir fühlen uns auch weiterhin dem Gedankengut von Willi Brandt und Herbert Wehner verpflichtet.“ Aber der Umgang der Partei mit verschiedenen Problemen der Gesellschaft entspräche nicht mehr der persönlichen Einstellung der Röderstädter.

Zum besonderen Zerwürfnis zwischen SPD-Unterbezirk und dem Verein in Großenhain hätte nun die geplante Zwangszusammenlegung der Ortsvereine Großenhain und Nünchritz geführt. „Da wir ein solches Ansinnen als Unverschämtheit betrachten und einer Zwangszusammenlegung anno 1946 zuvor kommen wollten, haben wir uns lieber selbst aufgelöst“, so Kai-Uwe Schwokowski. Der Ortsverein Großenhain war am 16. Februar 1990 gegründet worden.