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SPD will Flutschutz für Laubegast

Die Planung stockt. Die Fraktion will Druck machen, damit für den flutgefährdeten Stadtteil etwas getan wird.

Erst bis 2016 soll Laubegast einen ersten Flutschutz am Altelbarm erhalten. Für den Hochwasserschutz direkt an der Elbe hat die Stadt noch keine konkreten Pläne. „Das wollen wir nicht hinnehmen“, reagiert SPD-Stadtrat Albrecht Pallas auf einen entsprechenden SZ-Bericht. „Die SPD-Fraktion hat bereits vor dem Juni-Hochwasser von 2013 mit einem Antrag darauf gedrängt, dass die Planungen zum Hochwasserschutz am Laubegaster Ufer dringend vorangetrieben werden müssen“, sagt der umweltpolitische Sprecher seiner Fraktion. Der sei unter anderem von der Oberbürgermeisterin, der CDU und der FDP abgelehnt worden.

Fakt ist, dass die Planungen ins Stocken geraten sind, da der Freistaat die Kooperation beim Hochwasserschutz für das Laubegaster Ufer vergangenes Jahr kurzerhand aussetzte, erläutert Pallas. Doch auch nachdem die Stadt kürzlich wieder mit der Landestalsperrenverwaltung Gespräche aufgenommen hat, habe sich wenig getan. „Wir werden der Verwaltung auf den Zahn fühlen, weshalb sich die Planungen im Dresdner Osten, insbesondere in Laubegast und Zschieren, erneut verzögern“, kündigt Pallas an. „Wir werden weiter Druck machen.“ Eines habe das Hochwasser von 2013 gezeigt: Verzögerungen können sich Stadt und Land nicht leisten. Sie würden zulasten der betroffenen Bürger gehen.

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Über den Flutschutz am Laubegaster Ufer wird seit Jahren debattiert. Aufregung gab es, als 2008 Ideen für eine Flutschutzmauer bekannt wurden. Später hat die Stadt die Laubegaster in ein aufwendiges Beteiligungsverfahren einbezogen. Konkrete Ergebnisse sind nicht in Sicht. Die Stadt plant entlang des alten Elbarms ein 545 Meter langes Flutschutzbauwerk, halb Deich, halb Mauer. Die Leubener Straße bleibt offen und soll mit einer Mobilwand geschützt werden. (SZ/phi)