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Stadtmarketing: Der Vorschlag kommt zur falschen Zeit

Bautzens SPD-Fraktion will das Stadtmarketing umbauen. Ihr fehlt aber das Fingerspitzengefühl, findet SZ-Redakteurin Theresa Hellwig.

Bautzens SPD will das Stadtmarketing umkrempeln.
Bautzens SPD will das Stadtmarketing umkrempeln. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Dass Bautzen ein neues Konzept fürs Stadtmarketing braucht, darin sind sich viele einig. Seit Jahren wird darüber geredet. Bautzens ehemalige Citymanagerin Gunhild Mimuß soll das Ganze voranbringen, dafür ist sie bei der Stadttochter BBB angestellt. Soweit nichts Neues.

Geplant war jedoch, dass das Ergebnis im Herbst vorgestellt wird – ausgeruht, ausgearbeitet, durchdacht. Dann erst sollten die nächsten Schritte angegangen werden. Jetzt hingegen kommt der SPD-Vorschlag zu einer ungünstigen Zeit. Der Stadtratsfraktion fehlt das Fingerspitzengefühl - aus zwei Gründen.

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Zum einen sind Händler und Gastronomen angesichts der Corona-Pandemie verunsichert. Gerade jetzt wäre für sie Beständigkeit wichtig – und dass ihre vertrauten Ansprechpartner bleiben. Die Händler wussten bisher, wer einen Überblick hat und wer Aktionen plant, um Kunden und Touristen in die Stadt zu locken. Doch wenn die Citymanagerin bald geht, entsteht eine Lücke. Weder gibt es direkt neue Ansprechpartner, noch ist klar, wie es mit Bautzens Aktionen für den Handel weitergeht. Wichtig ist deshalb, dass schnell eine Entscheidung gefällt wird – damit Händler und Gastronomen wieder Sicherheit haben.

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Und zum anderen hat der Vorschlag auch hinsichtlich der Personalfrage einen faden Beigeschmack. Gunhild Mimuß ist bei der BBB beschäftigt, um das Konzept zu erstellen – nun bringt sie es mit ihrer Fraktion als Stadträtin ein. Die Frage kommt auf: Darf sie das eigentlich? Werden da nicht Posten vermischt? Und auch angesichts zweier anderer Personalien hat die Sache ein Geschmäckle. Der Pressesprecher ist beurlaubt, die Citymanagerin gekündigt. Mussten die beiden den Weg freimachen für das neue Konzept? Der Vorschlag, das Stadtmarketing umzukrempeln, wirkt so zum jetzigen Zeitpunkt zumindest ungeschickt.

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