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Spedition schließt die letzte Lücke im Gewerbegebiet

Bis September soll die neue Halle der Ebenroth GmbH in Döbeln Ost stehen. Geplant war hier eine Biogasanlage.

Von Peggy Zill

Bis September entsteht im Gewerbegebiet Döbeln Ost der neue Firmensitz der Spedition Ebenroth mit 2 800 Quadratmetern Logistikfläche, 20 Parkplätzen für Lkw und Büroräumen. Das Unternehmen hat das letzte freie Grundstück an der Otto-Schmidt-Straße ergattert. Ursprünglich sollte hier eine Biogasanlage gebaut werden. Vor sieben Jahren verkaufte die Stadt das 13 000 Quadratmeter große Gelände an eine Berliner Firma. Geld bekam sie dafür nie und dann meldete das Unternehmen Insolvenz an. Die Rückabwicklung sei nicht ganz einfach gewesen, wie Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer gestern erzählte. Ohne Anwalt hätte das wohl nicht funktioniert. „Wir sind froh, dass jetzt ein einheimisches Unternehmen investiert, das in der Region gut vernetzt ist“, so das Stadtoberhaupt.

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Kunden in der Nachbarschaft

Ebenroth hat 22 Mitarbeiter und fährt unter anderem für den Briefkastenbauer Renz, die Firmen Oberflächentechnik und Metallveredlung, Kurz Typofol, und andere. Bisher teilt sich die Spedition eine Halle mit einem anderen Unternehmen. Dort wird es zu eng. „Es hätte auch die Möglichkeit bestanden, in Mochau zu bauen“, erzählte Maik Ebenroth. Aber die Anbindung in Döbeln sei besser. Die Kunden befinden sich schließlich in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Wege sind so kürzer. Durch den Neubau entstünden keine neuen Arbeitsplätze, so der Geschäftsführer.

Die Ebenroth-Laster sind in ganz Europa unterwegs. Im neuen Firmensitz wird es auch besondere Räumlichkeiten geben. Denn die Spedition ist ein sogenannter „reglementierter Beauftragter“. Dabei geht es um die Sicherheit beim Flugtransport. Die Spedition garantiert eine lückenlose Sicherheitskette vom Absender bis ins Flugzeug. Die Fracht muss dadurch vor dem Verladen nicht noch einmal kontrolliert werden. Welche Voraussetzungen die Räumlichkeiten im neuen Gebäude dafür erfüllen müssen, verrät Maik Ebenroth lieber nicht. Dem Luftfahrt-Bundesamt würde das sicher nicht gefallen.

Platz in anderen Gewerbegebieten

Auch wenn im Gewerbegebiet Döbeln Ost nun die letzte Baulücke gefüllt ist, hat die Stadt noch Platz für Neuansiedlungen. In Masten sind bis zu 35 000 Quadratmeter zu haben, im Gewerbegebiet Ebersbach 7 000. Im Spätherbst soll die Erschließung eines neuen Gewerbegebietes Süd an der B 169 beginnen. „Es gibt auch noch ein paar Flächen, die in privater Hand und zu vermitteln sind“, ergänzte Baudezernent Thomas Hanns.