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Spektakuläre Rettung auf Berzdorfer See

Ein Windsurfer war am Sonntagnachmittag zu weit rausgefahren. Rettungsschwimmer von DRK und DLRG sowie mehrere Feuerwehren mussten zu Hilfe eilen.

© Danillo Dittrich

Feuerwehr und Rettungsschwimmer von DRK und DLRG haben am Sonntagnachmittag einen Familienvater gerettet, der als Windsurfer am Nordstrand des Berzdorfer Sees unterwegs war.

Nachdem der Mann bereits zwei Stunden lang auf dem See seinem Sport nachging, machte die Familie sich Sorgen und rief Hilfe, erklärt ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Görlitz. "Der Mann war relativ weit rausgefahren. Wegen Windstille steckte er dann fest", so der Sprecher. Laut Einsatzbericht befand er sich mit seinem Brett etwa 300 Meter weit draußen.

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Feuerwehr rückte mit 19 Kameraden an

Die Rettungsschwimmer riefen dann um 17.48 Uhr die Feuerwehr zu Hilfe. Die rückte mit vier Wagen der Berufswehr und einem weiteren der Ortswehr Hagenwerder an. Insgesamt 19 Kameraden waren beteiligt. Außerdem waren Kräfte der DRK Wasserwacht, die am Nordstrand für die Sicherheit zuständig sind, im Einsatz. Kräfte der DLRG, die für gewöhnlich den Badestrand an der Blauen Lagune überwachen, eilten hinzu. Auch die Polizei rückte an. "Als die Polizisten eintrafen, war der Mann bereits lokalisiert", erklärt Kai Siebenäuger, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz, der SZ auf Nachfrage. "Die Zusammenarbeit mit den Rettungsschwimmern hat gut geklappt - das ist nicht immer selbstverständlich", betont der Feuerwehr-Sprecher und lobt ausdrücklich deren "gutes Mitdenken".

Wasserwacht kam mit Rettungssurfbrett

Und so lief die Rettung ab: Ein Mitarbeiter der Wasserwacht begab sich zunächst mit einem Rettungssurfbrett, einem so genannten Stand-Up-Board, aufs Wasser. Die Rettungskräfte stellten sich an die B99 und betätigten sich als Einweiser, sodass die Kameraden ein motorisiertes Rettungs-Schlauchboot mit zwei Personen zu Wasser lassen konnten. "Die Wasserwacht selbst hat an diesem Strand kein eigenes Rettungsboot", erklärt der Feuerwehr-Sprecher - daher mussten die Kameraden mithelfen. Mithilfe dieses Bootes holten die Feuerwehrleute dann den Windsurfer und den Erstretter an Land. So gelang es, den Familienvater aus Jablonec gemeinsam zu retten. Gegen 19 Uhr war der Einsatz beendet. Wie Siebenäuger mitteilt, handelte es sich dabei um einen 53-jährigen Tschechen.

Der Mann blieb unverletzt. Dennoch wurde er an den Rettungsdienst übergeben, damit die Sanitäter ihn vorsorglich untersuchen konnten. Akute Lebensgefahr hat laut Einschätzung der Feuerwehr nicht bestanden, denn: "Der Mann hätte sich auch auf sein Board legen und damit an Land schwimmen können."

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