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Spenden für Ukraine

CDU-Bundestagsabgeordneter Arnold Vaatz hat medizinische Hilfsgüter gesammelt. Die gehen jetzt ins Kriegsgebiet.

© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Der Krieg in der Ukraine ist dieser Tage in Radeberg näher, als nur in den abendlichen Fernsehnachrichten. Denn zum Neujahrsempfang der Stadt Radeberg am Sonntag war auch eine Delegation aus der ukrainischen Stadt Halytsch angereist, mit der Radeberg seit gut zwei Jahren enge Kontakte pflegt. Angestoßen hatte diese Kontakte vor Jahren bekanntlich der Radeberger Kurt Simmchen, der seit einiger Zeit in der Ukraine lebt.

Und natürlich bewegt das Thema der Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine auch die Radeberger, denn das eigentlich Unvorstellbare ist längst grausame Realität geworden: quasi mitten in Europa tobt ein barbarischer Krieg. Und der spaltet nicht nur die Ukraine, sondern auch die Bevölkerung Europas. Der Radeberger CDU-Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz hatte deshalb am Rand des Neujahrsempfangs am Sonntag in den Wettiner Salon des Kaiserhofs eingeladen, weil es ihm wichtig war, an die aktuelle Situation in den Kriegsgebieten aufmerksam zu machen, wie er sagte. Eine Situation, bei der Soldaten und Zivilisten getötet oder aufs Schwerste verwundet werden. Deshalb hatte Vaatz in mehreren Krankenhäusern Sachsens um Spenden von Verbandsmaterial, Einwegmaterialien wie Kanülen und Spritzen, Schutzmäntel und Kittel gebeten. Sechs Krankenhäuser –  auch die Radeberger Asklepios-ASB Klinik – haben ihm vielfältige humanitäre Hilfsgüter bereitgestellt, die bei der Rettung von Kriegs-Verwundeten in Krankenhäusern der Region Halytsch eingesetzt werden können. Auch das Alten- und Pflegeheim Radeberg half mit Ersthilfe-Materialien. Und diese Spenden wurden nun am Sonntag von Arnold Vaatz an Dr. Vasil Stepanowitsch Molotowskij übergeben. Er ist der leitende Arzt des 4. Bataillons der Nationalgarde in der Region Ivano-Frankiwsk – der Bezirksstadt von Halytsch sozusagen. Der Militärmediziner ist gerade aus den Kampfgebieten zurückgekehrt und war nun mit der Delegation aus Halytsch nach Radeberg gekommen. Und er stand auch gut Tausend Kilometer von seiner Heimat entfernt spürbar unter den grauenvollen Eindrücken und Erlebnissen. Und doch war er sichtlich gerührt, als er die Spenden in Empfang nehmen konnte.

In Zeiten wie den aktuellen ist eine Partnerschaft wie die zwischen Radeberg und Halytsch nun auf eine ganz besondere Weise gefordert. Denn sie könne ein kleiner, „aber durchaus hoffnungsvoller Baustein für die Zukunft sein“, davon ist jedenfalls auch Radebergs Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) überzeugt. „Uns geht es um die Einwohner der Ukraine, die von den Kampfhandlungen in diesem Krieg betroffen sind – ihnen gehört jetzt unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme“, sagte er bei der Spendenübergabe. Radeberg wünsche den Menschen in der Ukraine von ganzem Herzen, „dass sie so schnell wie möglich wieder in Frieden und Sicherheit leben können“.

Lemm ist allerdings auch überzeugt, dass die Ukrainer anschließend den schwierigen Weg zur Versöhnung finden müssen. „Ohne diese Versöhnung kann kein dauerhafter Frieden entstehen“, machte der OB deutlich. Und verwies auf die Geschichte: „Eine Versöhnung, wie sie zum Beispiel Deutsche und Franzosen nach dem Zweiten Weltkrieg geschafft haben.“

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