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Spendenaktion für Dresdner Dampfer gestartet

Mindestens 100.000 Euro sollen zusammenkommen. Dafür gibt es jetzt einen neuen Anlauf.

Damit die Dresdner Schiffe künftig nicht auf dem Trockenen liegen, wird jetzt Geld gesammelt.
Damit die Dresdner Schiffe künftig nicht auf dem Trockenen liegen, wird jetzt Geld gesammelt. © Archiv/Robert Michael/dpa

Dresden. Gemeinsam könnte es vielleicht gelingen: Drei Organisationen, die alle hoffen, dass die Dresdner Elbschiffflotte erhalten bleibt, tun sich jetzt zusammen, um Geld für deren Rettung zu sammeln. Sie haben eine sogenannte Crowdfunding-Aktion gestartet, mit dem Ziel, insgesamt 100.000 Euro von Spendern zu einzuwerben. 

"Die Finanzierung soll einer Beteiligung des Fördervereins Weiße Flotte Dresden am Erwerb und Erhalt der in Insolvenz befindlichen Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft zur Verfügung gestellt werden", erklären die Organisatoren auf der Online-Plattform Startnext.

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Die drei Vereine haben sich in der Vergangenheit mehrfach unabhängig voneinander zur Situation der Flotte geäußert. Sie eint, dass sie alle dafür plädieren, das komplette Unternehmen zu erhalten. Der Verein "Weiße Flotte Dresden – Freunde der Sächsischen Dampfschiffahrt" ging allerdings weiter. Er kündigte auch an, sich womöglich selbst an dem Unternehmen zu beteiligen oder wenigstens Investoren, die an der Flotte ein Interesse haben, direkt zu unterstützen. Nun soll also dieser Verein in die Lage versetzt werden, eine mindestens sechsstellige Summe für eine Beteiligung an der Sächsischen Dampfschiffahrt zur Verfügung zu haben.

Millionenbetrag zur Rettung nötig

Insider gehen davon aus, dass mindestens ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag nötig ist, um das Unternehmen komplett zu übernehmen. Etwa ein halbes Dutzend potenzieller Investoren hat sich bei Sanierungsgeschäftsführer Burkhard Jung gemeldet und Interesse an einer Übernahme signalisiert. Dazu gehört unter anderem die Firma Richert & Co., der seit vergangenem Jahr bereits die Werft in Laubegast gehört. 

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Die Frist für die Teilnahme am Bieterverfahren endete offiziell am 13. Juli. Bis etwa Ende August will Jung nach eigener Aussage einen seriösen und ausreichend finanzkräftigen Geldgeber gefunden haben. Dabei, so betont der Sanierungsgeschäftsführer stets, steht der Erhalt und Betrieb der Flotte auf der Elbe im Mittelpunkt.

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