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Sportler stimmen für Rückkehr des Traktors

Die Sportgemeinschaft Reinhardtsdorf hat ihren Namen geändert. Es ist wieder der alte.

Von Gunnar Klehm

Das war ziemlich einfach für den Vorstand der Sportgemeinschaft Reinhardtsdorf. Kurze Erklärung der Beteiligten. Dann ging der Beschluss ohne Gegenstimme durch. Die Mitgliederversammlung hat am vergangenen Sonnabend eine Änderung des Vereinsnamens beschlossen. Der Verein heißt jetzt wieder Traktor Reinhardtsdorf.

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Das kommt den älteren Sportlern sehr bekannt vor. Denn die frühere Betriebssportgemeinschaft, aus der die SG Reinhardtsdorf nach der Wende hervorgegangen war, führte zu DDR-Zeiten auch die Landmaschine im Namen. Das passt heute wie damals, ist die Vereinsführung überzeugt. Früher hatten sich bestimmte Betriebe um die Sportlichkeit der Bürger zu kümmern. Heutzutage ist die in Reinhardtsdorf ansässige Agrargenossenschaft Oberes Elbtal eine der größten Stützen des Sportvereins. Aktuell bekommt der Verein eine mittlere vierstellige Summe für die Nachwuchsförderung. „Das Geld geht zu hundert Prozent in den Nachwuchs“, sagt Vereinspräsident Jörg Schneider. Das Konzept wurde am Sonnabend vorgestellt.

Mit einer Sache hat es sich der Vereinsvorstand dann aber doch nicht so einfach gemacht. Man hätte durchaus das alte Vereinslogo aus DDR-Zeiten wieder aktivieren können. Doch das wurde abgelehnt. Stattdessen wird links ein rotes „T“ eingefügt und kommt auf die rote Seite des aktuellen Emblems jetzt ein Traktor. Bisher waren dort drei Tannen zu sehen. Jetzt soll dort der frühere Raupentraktor russischer Bauart auffahren. Die sind heutzutage zwar nicht mehr prägend für die Landwirtschaft im Ort, es ist aber das traditionelle Modell von früher. Änderungswünsche können noch eingereicht werden, heißt es. „Es wird dazu Ende Februar noch einen Vorstandsbeschluss geben“, sagt Schneider.