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Sportler trotzen der Hitze

Mehr als hundert Starter traten beim Swim & Run im Häslicher Steinbruch an. Auf die Sieger wartete ein spezielles Präsent.

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Von Kerstin Unterstein

Den Respekt der Zuschauer hatten die mehr als 100 Teilnehmer bei der siebenten Auflage des Swim & Run am Häslicher Steinbruch Luise sicher. Während der erste Teil des Wettbewerbs im 24 Grad warmen Wasser noch sehr angenehm war, stellte der Lauf über vier bzw. acht Kilometer bei 34 Grad Lufttemperatur doch eine besondere Herausforderung dar. Zum Glück gab es auf der Laufstrecke nur einmal ein ernsteres gesundheitliches Problem – bei einem Teilnehmer an der Triathlon-Landesliga machte der Kreislauf schlapp, aber DRK-Helfer und ein Arzt waren schnell vor Ort. Auf dem Programm für die sieben Mannschaften standen 800 Meter Schwimmen und acht Kilometer Laufen. Obwohl die Triathleten eigentlich über die bekannten drei Teildisziplinen Schwimmen, Radfahren, Laufen unterwegs sind, werden solche regionalen Wettbewerbe gern genutzt, um die Landesliga-Serie aufzufüllen. Deutlich am stärksten aufgestellt war das Dresdener Spitzen Triathlon Team, das diesen Ligawettkampf vor dem SC DHfK Leipzig gewann. Nicht ganz in Bestbesetzung startete der Gastgeber mit seinem OSSV-Bikehouse-Team, das am Ende Sechster wurde. Bester OSSV-Einzelteilnehmer war der Initiator des Swim & Run Giso Müller auf Platz 14.

Den Einsteigerwettbewerb über 400 Meter Schwimmen und vier Kilometer Laufen bestritten im Anschluss 23 Individualisten und zehn Duos, die sich die beiden Disziplinen aufteilten. Am schnellsten unterwegs war, und das sorgte für großen Applaus an der Strecke und im Ziel, Anna Lamm (TV Dresden), die sogar noch der Jugendaltersklasse angehört und zu Sachsens hoffnungsvollsten Triathlontalenten zählt. Ihr folgten Martin Leverenz (auch Dresden) und die Bischheimerin Sandy Pollack, die damit den Pokal der Gemeinde Haselbachtal gewann für die schnellsten Gemeindemitglieder auf der Einsteigerstrecke - bei den Männern siegte Mike Pollack. In einer reinen Familienstaffel mit seiner Frau Aniko war in diesem Jahr der OSSV-Triathlon-Profi Markus Thomschke unterwegs - im Ziel wurden die beiden von Söhnchen Raul willkommen geheißen. Die schnellste Staffel bildeten Rico Sperlich und Jörg Bozenhard von den Dresdener Spitzen.

Einer von Markus‘ Trainingspartnern, Danny Friese aus Berlin, dominierte dann zum Abschluss den Hauptwettkampf über 800 Meter Schwimmen und acht Kilometer Laufen. In einer Gesamtzeit von 41:41 Minuten schaffte er es, über drei Minuten Vorsprung auf Robin Duha (SG Adelsberg) und Thomas Röver (Magdeburger TC) zu erschwimmen und zu erlaufen. Der Hauptstädter hatte sichtlich Spaß an der familiären Atmosphäre rund um die Häslicher Luise, musste aber auch zugeben, dass der Lauf bei diesen hohen Temperaturen „ganz schön anspruchsvoll“ war. Danny Friese nahm, wie alle anderen Finisher, eine regional typische Erinnerung mit nach Hause: Zum zweiten Mal hatten die Organisatoren gut handgroße Granitsteine im Museum und der Schauanlage der Granitindustrie in der Prelle anfertigen lassen.

Wie manch andere Teilnehmer gleich zweimal in die Startlisten trug sich am Sonnabend das Kamenzer „Schwimm-Urgestein“ Theo Schnappauf ein: In zwei Teams übernahm er jeweils den Part im Wasser und schaffte es in der Staffel des Hauptwettkampfes mit André Schlichting nach ganz oben auf das Podest. Bei den Einsteigern auf der kurzen Strecke wurde er im Mixed mit Steffi Haase Fünfter.