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Radebeul

Sportlerheim bekommt neue Außenanlagen

Vor knapp einem Jahr wurde das nach einem Feuer komplett erneuerte Gebäude des SV Motor Sörnewitz eröffnet. Jetzt folgt der nächste Schritt.

Nach dem Wiederaufbau des Vereinsgebäudes in Sörnewitz sollen jetzt die Außenanlagen erneuert und Parkplätze gebaut werden.
Nach dem Wiederaufbau des Vereinsgebäudes in Sörnewitz sollen jetzt die Außenanlagen erneuert und Parkplätze gebaut werden. © Arvid Müller

Coswig. Einstimmig hat der Coswiger Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass die Außenanlagen um das Vereinsgebäude des SV Motor Sörnewitz wiederhergestellt und ein neuer Parkplatz gebaut werden. Oberbürgermeister Thomas Schuber wurde zudem beauftragt und ermächtigt, die Wohnverwaltungs- und Service GmbH mit der weiteren Planung und Umsetzung zu beauftragen. 

Vorausgegangen war dieser Entscheidung, dass in dem im März beschlossenen städtischen Haushalt 2020/2021 die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt wurden. Entsprechend der vorliegenden Planungen sollen die Außenanlagen 155.000 Euro kosten, die Berechnungen für den Bau des Parkplatzes belaufen sich auf 150.000 Euro.

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Laut der Stadtverwaltung sind im aktuellen Haushalt 175.000 Euro geplant, dazu kommen weitere knapp 126.500 Euro als Haushaltrest aus dem Haushalt 2019. Im Vorjahr waren außerdem bereits Planungsleistungen in Höhe von fast 23.000 Euro finanziert worden.

Mit den jetzt anstehenden Arbeiten wird ein weiterer Abschnitt der Wiederaufbauplanung für das Domizil des Vereins auf dem Sportplatz Kahlhügelweg umgesetzt. Das Vereinsgebäude mit Kegelbahn, Umkleidekabinen und Räumen der Geschäftsstelle war in der Nacht zum 24. Februar 2017 durch Brandstiftung zum Großteil zerstört worden.

Im Juli 2018 startete dann der Wiederaufbau des Vereinsheims. Ein Jahr später konnte den Sportlern ein zeitgemäßes Gebäude übergeben werden, das allen Anforderungen des modernen Wettkampfbetriebes, des Vereins und der Sportler entspricht.

Besonders für die 75 Kegler verbessern sich die Bedingungen nun deutlich. Die alte Zwei-Bahnen-Anlage entsprach den Anforderungen nicht. Denn die Damen bei den Motor-Keglern sind in der höchsten Klasse unterwegs: in der Verbandsliga, der früheren Landesliga. Das bedeutete jedoch, dass sie jahrelang ihre Heimspiele auswärts austragen mussten, in Stauchitz. Die neue Vier-Bahnen-Anlage bringt alles mit für hochklassige Wettkämpfe, um die sich der SV nun bewerben kann.

Rund 1,14 Millionen Euro kostete das neue Haus. Von der Versicherung kamen 553.000 Euro. Die Stadt Coswig als Bauherr für den Wiederaufbau des Gebäudes erhielt zudem eine Zuwendung in Höhe von rund 266.000 Euro von der Sächsischen Aufbaubank. Der SV Motor Sörnewitz baute für 95.000 Euro die neue Kegelanlage ein. Dafür gab es ebenfalls 35.000 Euro Fördermittel und 25.000 Euro von der Versicherung.

Durch den Löscheinsatz und den anschließenden einjährigen Wiederaufbau des Vereinsheims waren auch die Außenanlagen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Darum sollen sie nun neu gestaltet werden. 

Zu den Auflagen für die Baugenehmigung des Sportlerheims gehört laut Stadtverwaltung, dass für die Nutzer ausreichend Parkplätze zur Verfügung gestellt werden. Bisher war das durch einen temporären Parkplatz auf der angrenzenden Gewerbefläche gesichert. Da diese nun aber für Gewerbeansiedlungen benötigt wird, müssen Parkplätze am Vereinsheim gebaut werden, weil der Sportplatz sonst nur noch eingeschränkt nutzbar wäre.

Von insgesamt 60 Parkflächen sollen 35 mit Schotterrasen und die übrigen mit Rasenfugenpflaster gestaltet werden. Die 25 Plätze werden an ein Versickerungssystem angebunden. Wohin das Niederschlagswasser versickern soll, müsse noch geklärt werden, hieß es auf Nachfrage. Was die geplanten Baumpflanzungen angeht, so sollten diese dem aktuellen Klima angepasst werden, regte Stadtrat Thomas Werner-Neubauer (Grüne) an.

Beendet werden die Arbeiten auf dem Sportplatzareal nach Abschluss der beiden jetzigen Vorhaben aber nicht sein. Denn auch der Multifunktionssportplatz soll erneuert werden. Die Stadt hofft dafür im kommenden Jahr auf Fördermittel.

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