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Sportplatzbau für die Schule startet nach Ostern

Fünf Jahre nach Übergabe des neuen Schulhauses soll endlich die fehlende Anlage entstehen.

Von Sven Görner

Die Erdarbeiten sind vergeben. In der nächsten Woche können sie starten. In der Stadtratssitzung am Donnerstag soll zudem entschieden werden, wer die Sportflächen und Stützwände baut. Im neuen Schuljahr könnten die Grundschüler dann die Außensportanlagen nutzen. Endlich.

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Die schmucke Grundschule auf dem Meißner Berg wäre damit den Makel los, den sie seit ihrer Fertigstellung hat: den fehlenden Sportplatz. Dieser war von Beginn an das Sorgenkind des Vorhabens. Als 2007 der Bauantrag für den kompletten Ersatzneubau eingereicht wurde, waren sich Verwaltung und Räte über Lage und Größe des künftigen Sportplatzes nicht einig. Dass es für diesen damals keine Fördermittel gab, verschaffte Bedenkzeit. So gab es von den Fußballern einen Vorschlag für eine Kooperationsvereinbarung mit der Grundschule. Im Rahmen von Ganztagsangeboten sollten die Kinder unter Anleitung von Übungsleitern auf dem Platz Fußball spielen können. Dazu hätte der Platz aber größer gebaut werden müssen, als von der Stadt geplant. Die Idee hinter dem Vorschlag war einleuchtend, weil er weniger Stress für die Steppkes und ihre Eltern bedeutet hätte. Warum sollten die Kinder bis 16 Uhr auf dem Meißner Berg bleiben, dann nach Hause gehen und sich gleich wieder auf den Weg zum TSV-Sportplatz in der Jahn-Allee machen?

Mehrheiten fanden sich für diese Idee dennoch nicht. Auch der ursprünglich geplante Standort im Bereich des Buswendeplatzes wurde verworfen, weil dort verschiedene Versorgungsleitungen liegen. Stattdessen entstehen die benötigten Sportanlagen nun nördlich und südlich des Schulgeländes. Vier 60-Meter-Bahnen und eine Weitsprunganlage werden zwischen der Straße Meißner Berg und der Giebelseite der Schulsporthalle platziert. Da das Gelände abschüssig ist, sind Aufschüttungen und Stützmauern erforderlich. Noch größer ist dieses Problem auf der Wiese oberhalb des Awo-Kinderhauses, wo ein 40 mal 20 Meter großer Hartplatz für Ballspiele und eine Möglichkeit zum Schlagball-Weitwurf entstehen. Da der Platz regelmäßig beregnet werden muss, wird zudem eine Zisterne gebaut. Die wilden Parkplätze am Kinderhaus stehen künftig nicht mehr zu Verfügung. Eine leichte Verbreiterung der Zufahrt zum Kinderhaus soll zumindest etwas Ersatz schaffen.

Kosten werden die Sportanlagen knapp 700 000 Euro. Rund die Hälfte davon wird über ILE-Mittel finanziert. Trotz dieser nicht geringen Summe steht das Spielfeld weder für Vereine noch als Bolzplatz zur Verfügung. Alt-Bürgermeister Dieter Jesse hatte 2007 noch gesagt, dass der Platz auch am Nachmittag zur Nutzung offen sein soll. Auch darum wollte er einen Standort haben, wo der Platz „nicht mit einem vier Meter hohen Käfig umgeben werden muss“. Aus beidem ist nichts geworden.