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Sprachlosigkeit über HIV

Zum Welt-Aids-Tag lässt die Aids-Hilfe Dresden einen Film an zehn Gebäude der Stadt projizieren.

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Einen stummen Film über das Schweigen hat der Filmemacher Bernd Kilian gedreht. Über die Sprachlosigkeit beim Thema HIV und Aids. Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember soll der sogenannte Foto-Roman an verschiedene Gebäude der Stadt projiziert werden.

Die Aktion der Aids-Hilfe Dresden startet heute 16.30 Uhr am Robotrongebäude auf Höhe der Halfpipe. Aller 30 bis 45 Minuten später ist die Bilderabfolge ohne Ton am Hygiene-Museum, am Hotel Pullmann Dresden Newa, am Schauspielhaus, am Zwinger, an der Semperoper, am Sozialministerium auf der Albertstraße, am Hochhaus am Postplatz und am Postgebäude an der Königsbrücker Straße zu sehen. Die letzte Vorführung beginnt 21.45Uhr am Kino Schauburg.

Mit seinem fünfeinhalb Minuten langen Film über junge Leute, die große Probleme haben, das Thema sicherer Sex anzusprechen, will der Regisseur Bernd Kilian nachdenklich machen. „HIV und Aids spielt in Dresden keine Rolle, niemand spricht darüber, obwohl auch in unserer Stadt Menschen mit dieser Infektion oder Krankheit leben“, sagt Uwe Tüffers, Leiter der Beratungsstelle der Aids-Hilfe Dresden. Dieses Jahr seien allein beim Gesundheitsamt 20 Menschen positiv getestet worden. Die Angst der Betroffenen vor Ablehnung sei enorm, ebenso wie die Furcht und die Vorbehalte der Gesunden. (SZ)

www.aidshilfe-dresden.de