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Bautzen: Spreehotel steht wieder zum Verkauf

Erst im Juni hatten die Eigentümer große Pläne verkündet. Jetzt taucht das Gebäude auf einer Verkaufsplattform auf.

Das Spreehotel am Bautzener Stausee steht erneut zum Verkauf. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte es den Eigentümer gewechselt.
Das Spreehotel am Bautzener Stausee steht erneut zum Verkauf. Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte es den Eigentümer gewechselt. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Das Spreehotel am Bautzener Stausee steht zum Verkauf. Das bestätigt Ralf Gläser, einer der Inhaber des Gebäudes, auf Anfrage von Sächsische.de. Für eine Summe von 1,89 Millionen Euro wird die Immobilie mit 80 Zimmern auf einer Plattform für Immobilien im Gastgewerbe, der Hotellerie und der Gastronomie angeboten.

Das Hotel sei in den letzten zwei Monaten geräumt worden, heißt es in der Verkaufsanzeige, und biete viel Raum für neue Ideen. „Bedingt durch die grüne Lage mit dem Badesee, den Wander- und Fahrradwegen kann sich das Hotel zukünftig diversen Zielgruppen, wie Aktivurlaubern, Erholungssuchenden und Familien öffnen“, wird das Hotel in der Anzeige beworben. „Ergänzend dazu ist die Nachfrage für Tagungen in ruhig gelegenen Hotels steigend.“ Es bestehe aber Modernisierungsbedarf, heißt es.

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Erst im Juni rückten Arbeiter zur Entrümpelung an

Ob das Haus am Ende tatsächlich den Besitzer wechselt, ist indes noch unklar. „Das ist eine Preisfrage“, erklärt Ralf Gläser gegenüber Sächsische.de. „Wir warten ab, ob sich jemand meldet.“ Sollte das nicht der Fall sein, könne es auch sein, dass die Inhaber ihre ursprünglichen Pläne dennoch vorantreiben.

Als Grund für die Verkaufspläne nennt Ralf Gläser die Corona-Pandemie, bleibt ansonsten vage. In der Verkaufsanzeige heißt es indes: „Der Verkauf des Hotels ist nicht  der Pandemie geschuldet - Es ist kein Notverkauf.“

Im vergangenen Herbst hat die Firma Bankimmobilien aus Halle das Haus von der Firma Jasika Holding aus Hamburg gekauft. Für welche Summe, ist unbekannt. Noch in diesem Juni hatten die neuen Inhaber von großen Plänen berichtet. Sie hatten begonnen, das Haus zu entrümpeln und den Außenbereich auf Vordermann zu bringen. Das Ziel: Die Inhaber wollten das Gebäude sanieren lassen. Ralf Gläser hatte  die „Top-Lage“ des Hauses gelobt, sich der Angebote am Stausee erfreut.

Inhaber wollten Aktiv- oder Sporthotel einrichten

Und Gunnar Schlicht, ebenfalls Inhaber der Immobilie, hatte bekannt gegeben, dass in dem einstigen Hotel eine Art Sport- oder Aktivhotel entstehen solle. Der Fokus sollte dabei nicht auf einer einzelnen Sportart liegen, sondern ein breites Spektrum anbieten – auf gutem Niveau. Allein vier solcher Hotels, berichteten die Inhaber, besitzt die Firma Bankimmobilen bereits. Im Sauerland baue die Firma gerade ein Hotel mit ähnlichem Konzept auf. Allerdings hieß es schon zu diesem Zeitpunkt, dass sich die Sanierungsarbeiten wegen der Pandemie verzögern.

Seit 2017 steht das Gebäude leer. Im einstigen Vier-Sterne-Haus gingen jahrelang Hotelgäste ein und aus. Später wohnten Asylbewerber dort, zuletzt anerkannte Flüchtlinge. Mehrere Kaufinteressenten hatten damals überlegt, auf dem Areal Mehr- oder Einfamilienhäuser zu errichten. Doch dem stand der städtische Bebauungsplan entgegen, der für das Areal eine touristische Nutzung vorsieht.

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