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St. Laurentius baut an

Die Katholische Gemeinde Radeberg hat den Grundstein für ein neues Gebäude gelegt. Er soll nicht nur Christen zugutekommen.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Radeberg. Die Zahl der Gläubigen geht zurück, Pfarreien werden zusammengelegt, in Radeberg aber baut die Katholische Gemeinde St. Laurentius an? „Ja, wir sind eine große Gemeinde mit 1 300 Mitgliedern. Sie erstreckt sich von Arnsdorf bis nach Ottendorf. Die Räumlichkeiten in Radeberg sind sehr beengt. Für Treffen der Gemeindeglieder brauchen wir einfach Platz“, sagt Andreas Eisele von der Radeberger Kirchgemeinde. Er ist für das Bauprojekt zuständig. Derzeit ist das Gelände an der Dresdner Straße nicht wiederzuerkennen. An der Ecke zur Straße des Friedens wachsen die Mauern des Anbaus in die Höhe. „Drei Gemeinschaftsräume mit einer Gesamtfläche von 120 Quadratmetern werden hier entstehen. Jetzt haben wir die Grundsteinlegung gefeiert. Als Nächstes wird der Durchbruch in das eigentliche Kirchengebäude geschaffen. Über einen kleinen Gang werden dann beide Gebäude verbunden.“

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Die Mauern stehen schon. An der Ecke Straße des Friedens/Dresdner Straße haben die Bauleute derzeit viel zu tun. Im November soll der Anbau fertig sein.
Die Mauern stehen schon. An der Ecke Straße des Friedens/Dresdner Straße haben die Bauleute derzeit viel zu tun. Im November soll der Anbau fertig sein. © Thorsten Eckert

Der Flachbau wird mit Klinkern, also gebrannten Ziegeln, verkleidet. Nach Angaben von Andreas Eisele liegen die Arbeiten im Plan. Schon im November soll der Anbau fertig sein. Entworfen hat das Gebäude das auf Kirchenprojekte spezialisierte Architekturbüro von Christian Schaufel. Er und seine Mitarbeiter haben bereits den Bau der christlichen Kita „Baumhaus“ entworfen.

Kirchengelände kann betreten werden

Auch das Außengelände erhält ein neues Gesicht. „Wir werden keinen Zaun mehr aufstellen. Vom Gehweg kann dann jeder ohne Hindernis das Kirchengelände betreten. Das zeigt auch unser Selbstverständnis. Wir als katholische Gemeinde sind ein Teil dieser Stadt und zeigen das mit der Gestaltung der Anlage.“ Auch den Neubau selbst wird die Kirchgemeinde für die Radeberger öffnen. „Die Räume können künftig von Gruppen, Vereinen und anderen Interessenten für Veranstaltungen genutzt werden. Sie können sich gerne bei uns melden.“ Der Flachbau ist aber nur der erste Teil der Bauarbeiten. In der zweiten Phase wird quasi das Erdgeschoss der Kirche umgekrempelt. „Dort befand sich ja die Pfarrwohnung. Pfarrer Christoph Eichler hat eine Wohnung in Radeberg bezogen. So können wir dort jetzt insgesamt drei Büroräume einrichten.“ Bis vor einigen Jahren nutzte die Kirche Räume im benachbarten Gebäude der einstigen Kolping-Schule. Als das Haus als Unterbringungsmöglichkeit für unbegleitete Flüchtlingsjugendliche gebraucht wurde, zogen die Gemeinderäume ins Erdgeschoss der Kirche. Im Zuge der jetzigen Arbeiten wird auch ein Aufzug zum darüberliegenden Kirchenraum eingebaut. Eine neue Heizung soll ebenfalls installiert werden. Für das ehrgeizige Projekt gibt die katholische Kirche 900 000 Euro aus. Der Großteil kommt von der Radeberger Gemeinde. Das Bistum Dresden-Meißen steuert eine Summe bei, ebenso das Bonifatius-Werk. Andreas Eisele hofft aber auch noch auf Spender. „Wenn 100 000 Euro zusammenkommen, wäre das sehr schön. Die Summe ist als wichtiger Bestandteil eingeplant“, sagt Andreas Eisele.

Viel Unterstützung bekommt die Kirchgemeinde während der Bauarbeiten von Christen anderer Konfessionen. „Unser Sommerfest können wir beispielsweise im Garten der evangelischen Gemeinde in Ottendorf feiern und auch die Apostolische Gemeinde in Radeberg hat uns Räume zur Verfügung gestellt.“ Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten im Herbst kommenden Jahres komplett abgeschlossen werden.

Spenden können im Pfarrbüro, Dresdener Straße 31, abgegeben oder unter dem Verwendungszweck „Spende Bauprojekt“ auch überwiesen werden: Liga Bank, IBAN: DE43 7509 0300 1008 2873 84, BIC: GENODEF1M05