merken
PLUS

Staatsanwalt will weitere Zeugen anhören

Der Prozess gegen einen 34-jährigen Türken wegen Vergewaltigung und Körperverletzung geht weiter.

Großschönau/Görlitz. Mit einem weiteren Verhandlungstag wurde in der vergangenen Woche das Verfahren gegen einen 34-jährigen Türken fortgesetzt. Dem Mann wird unter anderem Vergewaltigung, Körperverletzung und Betrug vorgeworfen.

Nachdem in den bisherigen Prozesstagen bereits eine Reihe von Zeugen gehört wurde, die teilweise sehr emotional die Misshandlungen durch den Angeklagten schilderten, geht die Verteidigung immer noch davon aus, dass diesem die vorgeworfenen Taten nicht anzulasten sind. Sie ist fest davon überzeugt, dass alle Beschuldigungen von der Exfrau des Angeklagten in die Welt gebracht wurden, um sich dadurch Vorteile im Sorgerechtstreit zu verschaffen und ihre Kinder aus der Türkei zurückzubekommen.

Gesund und Fit

Immer gerne informiert? Nützliche Informationen und Wissenswertes rund um das Thema Gesundheit haben wir in unserer Themenwelt zusammengefasst.

Am jüngsten Verhandlungstag waren nun fünf Zeugen geladen – unter anderem zwei, die als unmittelbare Tatzeugen bezeichnet wurden. Die Staatsanwaltschaft hofft, dadurch ihre Anklage weiter untermauern zu können. Im Gegensatz dazu sieht die Verteidigung in einem der angeblichen Augenzeugen den eigentlichen Täter. Zunächst wurde ein 32-Jähriger als angeblicher Beteiligter gehört. Er sollte zur Erpressung, zum Betrug und zu körperlichen Misshandlungen gegen einen anderen Mann aussagen.

Der Zeuge bezeichnet das Verhältnis zwischen ihm, diesem anderen und dem Angeklagten als „richtig gute Freunde“. Gewalt will er nicht festgestellt haben. Er beschreibt den Angeklagten als einen netten Menschen, mit dem er schon länger befreundet sei. Eher gab es Spannungen zwischen anderen, um Beschuldigungen gegen den Angeklagten zu veranlassen. Warum andere dabei auch ihn belasten, kann sich der 32-jährige Zeuge nicht erklären.

Damit stützt der Zeuge die Auffassung der Verteidigung, dass in diesem Prozess der Falsche angeklagt ist. Was einen Betrug in Magdeburg angeht, bei dem es um 20 000 Euro ging, räumte der Zeuge ein, daran beteiligt gewesen zu sein. Aber der Angeklagte habe damit nichts zu tun, erklärte er in der Verhandlung.

Neben den bereits geladenen Zeugen hat die Staatsanwaltschaft angeregt, noch drei zusätzliche zu hören. Das Verfahren wird am Donnerstag mit weiteren Zeugenvernehmungen fortgesetzt. (jrs)