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Staatsstraßen bleiben vorerst staatlich

Die neue Ortsumgehung zwischen dem Radeberger Krankenhaus und dem Ortsausgang Großerkmannsdorf ist seit einer Woche in Betrieb: Nun sollten ursprünglich die durch Radeberg führenden Abschnitte der Staatsstraßen...

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Von Jens Fritzsche

Die neue Ortsumgehung zwischen dem Radeberger Krankenhaus und dem Ortsausgang Großerkmannsdorf ist seit einer Woche in Betrieb: Nun sollten ursprünglich die durch Radeberg führenden Abschnitte der Staatsstraßen 95 (aus Leppersdorf) und 177 (nach Pirna) aus der Hoheit des Straßenbauamtes Dresden-Meißen in Hoheit der Stadt Radeberg fallen, weil diese Abschnitte nun durch die neue Ortsumgehung ersetzt werden und für den überregionalen Verkehr nicht mehr von vordergründiger Bedeutung seien, wie es zur Begründung hieß. Was vor allem mit Blick auf den Zustand dieser Straßen nicht nur auf Begeisterung stieß. Vor allem, weil Radeberg dann auch die Kosten für die Sanierung zu tragen hätte.

Es blieb bei Ankündigung

„Man hat uns zwar mal angekündigt, dass wir nach der Eröffnung der neuen Ortsumgehung die Staatsstraßen übertragen bekommen sollen, wir haben allerdings klar gemacht, dass das aus unserer Sicht nicht so einfach geht“, sagt Radebergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Vor allem das Thema Straßenzustand liegt der Stadtverwaltung dabei sehr am Herzen, wie auch Bürgermeister Gerhard Lemm (SPD) regelmäßig erklärt: „Wir übernehmen nur Straßen, die in einem ordentlichen Zustand sind!“

Aber seit jenem kurzen Gespräch, so Stadtsprecher Wähnert, habe man nichts mehr von einer möglichen Übertragung der Staatsstraßen gehört. „Im Moment ist das kein Thema, das Straßenbauamt ist nach wie vor für die Staatsstraßen-Abschnitte in Radeberg zuständig“, sagt Jürgen Wähnert.

Kein grundhafter Ausbau

Zuständig ist das Straßenbauamt Dresden-Meißen auch für die Instandsetzung der Kleinwolmsdorfer Straße in Radeberg, die als Umleitungsstrecke während des Umgehungsstraßen-Baus gedient hatte. Und die Straße hatte vor allem unter der Last zahlreicher Baufahrzeuge sichtbar zu leiden. Die Anwohner beklagen nun, dass statt einer versprochenen, wie sie sagen, grundhaften Sanierung nur eine einfache neue Asphalt-Deckschicht aufgebracht wurde. „Von einem grundhaften Ausbau war unseres Wissens aber nie die Rede gewesen“, stellt Stadtsprecher Jürgen Wähnert klar. Im Frühjahr werden noch die Straßenränder auf Vordermann gebracht, „mehr ist nicht geplant“, sagt er. Bei einem grundhaften Ausbau hätten auch Kanäle und Leitungen erneuert werden müssen, „das ist alles nicht vorgesehen“, so Jürgen Wähnert.