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Stadt baut Halle im Bauhof um

Nach einem neuen Beschluss der Stadträte soll das Vorhaben mit reduzierten Aufwand verwirklicht werden.

Die alte Straßenbahnlok hatte die Stadt vom Verkehrsmuseum Dresden erhalten. Sie soll Kernstück einer Ausstellung im ehemaligen Straßenbahndepot werden.
Die alte Straßenbahnlok hatte die Stadt vom Verkehrsmuseum Dresden erhalten. Sie soll Kernstück einer Ausstellung im ehemaligen Straßenbahndepot werden. © Claudia Hübschmann

Meißen. Mit "geringen baulichen Mitteln" soll die Fahrzeughalle auf dem Gelände des städtischen Bauhofes im Triebischtal zu einem Straßenbahndepot umgebaut werden. Wie die Stadträte in ihrer letzten Sitzung  vor der Sommerpause ohne Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen, soll das Klinkermauerwerk an der historischen Außenfassade sowie defektes Fensterglas repariert werden. Außerdem soll ein neuer Eingangsbereich in der Halle am Westgiebel hergestellt werden. Der Anbau an der Südseite wird abgerissen.

Dieser Beschluss folgt auf eine Entscheidung der Stadträte im Juni, die ursprünglich vorgesehene Einrichtung eines Depots mit musealem Charakter auf eine weniger aufwendig zu schaffende Schauhalle zu reduzieren. Dabei ist vor allem darauf geachtet worden, den Zuwendungszweck nicht gefährdenden, um weiterhin die Förderung aus dem EU-Programm zur Regionalen Entwicklung (EFRE) in Anspruch nehmen zu können. "Entfällt der Zuwendungszweck, ist die Stadt Meißen gezwungen, den bereits angefallenen 310.000 Euro für die Dachsanierung aus Eigenmitteln zu tragen anstatt einen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der Kosten zu erhalten", heißt es in dem Beschluss. 

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Die reduzierten Baumaßnahmen kosten insgesamt 265.000 Euro. Bei weiterer 80-prozentiger Förderung muss die Stadt lediglich 53.000 Euro Eigenmittel beisteuern. Im  vierten Quartal dieses Jahres sollen die Bauarbeiten ausgeschrieben werden, damit sie im ersten Quartal 2021 beginnen und im dritten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen werden können. (SZ/da)

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