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Dresden

Stadt erstattet Anzeige wegen Nazi-Banner

Die Plakate, mit denen Rechtsradikale gegen das Konzert von Feine Sahne Fischfilet in Dresden protestierten, haben ein juristisches Nachspiel.

Am Mittwoch trat die umstrittene Punkband Feine Sahne Fischfilet am Dresdner Elbufer auf.
Am Mittwoch trat die umstrittene Punkband Feine Sahne Fischfilet am Dresdner Elbufer auf. © Andreas Weihs

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat nach Informationen der Sächsischen Zeitung das Rechtsamt der Stadt beauftragt, Strafanzeige gegen die Macher des Plakates zu erstatten, das am Mittwoch während des Konzerts von „Feine Sahne Fischfilet“ auf dem gegenüberliegenden Terrassenufer gezeigt wurde. Dieses reimte „Zyklon B“ auf den Namen der Politpunkband. 

Damit könnte der Straftatbestand der Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus also Volksverhetzung erfüllt sein. Ein AfD-Bundestagsabgeordneter kommentierte ein Foto des Plakats auf Facebook mit: „Dresden zeigt, wie’s geht“.

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Die Staatsanwaltschaft prüft eine Strafbarkeit des Plakats, es seien bereits weitere Anzeigen eingegangen. Tendenz: Das Plakat sei geschmacklos, aber wohl maximal wegen Beleidigung strafbar.

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Die Musiker selbst nahmen die Provokation mit Humor, wie sie auf Twitter zeigen:

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