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Stadt kann nichts tun gegen den Fachärztemangel

Großenhain. Welchen Einfluss die Stadt auf die Ansiedlung von Fachärzten nehmen kann, wollte Stadtrat Harald Kühne ( Die Linke) kürzlich in einer Stadtratssitzung wissen. Hintergrund ist die Diskussion um die Praxis der Augenärztin Dr.

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Großenhain. Welchen Einfluss die Stadt auf die Ansiedlung von Fachärzten nehmen kann, wollte Stadtrat Harald Kühne ( Die Linke) kürzlich in einer Stadtratssitzung wissen. Hintergrund ist die Diskussion um die Praxis der Augenärztin Dr. Ute-Evelin Guhr. Die Stadtverwaltung gab die Frage an die kassenärztliche Vereinigung (KV) weiter.

Diese erklärte jetzt, dass im Planungsbereich Riesa-Großenhain alle erfassten Arztgruppen von Zulassungsbeschränkungen betroffen sind und Neuzulassungen derzeit nicht möglich sind. Eine Praxis, die die Linke auf Landesebene durch MdL Kerstin Lauterbach kritisiert. „Die Zählweise der KV entspricht in keiner Weise den tatsächlichen Bedingungen vor Ort. Das zeigen auch die Wartezeiten bei einer Vielzahl von Fachärzten“, so Lauterbach.

Für die Stadt ist somit kein Spielraum vorhanden. Selbst wenn günstigste Voraussetzungen für neue Niederlassungen von Ärzten schaffen werden, stehen dem die Zulassungsbeschränkungen entgegen. Die einzige Möglichkeit bestehe darin, Ärzte, die sich für eine Niederlassung in Großenhain interessierte sind, an die KV zu verweisen. Von dieser sei aber keine Unterstützung zu erwarten. (SZ)