merken
PLUS

Dresden

Stadt kündigt Entsorgern der Blauen Tonne

Vor allem im Vorjahr gab es Probleme bei der Abfuhr. Die Verträge mit drei Firmen sollen nicht verlängert werden. 

Mangelware: Bei der Einführung der Blauen Tonnen mussten viele Dresdner lange warten. Inzwischen klappt es mit der Lieferung relativ gut.
Mangelware: Bei der Einführung der Blauen Tonnen mussten viele Dresdner lange warten. Inzwischen klappt es mit der Lieferung relativ gut. © André Wirsig

Ihre Einführung 2012 lief bereits mit erheblichen Schwierigkeiten an, jetzt gibt es wieder Probleme mit der Blauen Tonne. Der kommunale Umweltausschuss hat am Dienstagabend beschlossen, die Verträge mit den drei beauftragten Entsorgungsunternehmen Remondis, Veolia und Fehr nicht zu verlängern. Diese enden am 30. Juni 2020, wenn sie bis zwölf Monate vor Laufzeitende (also am 30. Juni 2019) gekündigt werden. Stattdessen soll die Stadtreinigung ab kommendem Jahr die Bereitstellung und Leerung der Papier- und Pappesammeltonnen übernehmen.

Im Rathaus verspricht man sich davon, dass es künftig weitaus weniger Beschwerden über die Entsorgung gibt. Denn davon hatte es vor allem 2018 reichlich gegeben. 918 Beschwerden zur Nicht-Leerung und 91 Beschwerden zur Nicht-Aufstellung von Blauen Tonnen gingen im Vorjahr ein. Zwei Drittel der Beschwerden betrafen ein Unternehmen, das aber nicht namentlich in der Beschlußvorlage aufgeführt ist. Weiterhin habe es Probleme beim Datenaustausch über die elektronische Schnittstelle zur Blauen Tonne gegeben, was vor allem auf Personalmangel und -wechsel in der Firma zurückzuführen war. Nun liegt ein falscher Datenbestand im System vor, aus dem sich auch Fehler in den Gebührenbescheiden ergaben. Zum Jahresende 2018 wurde als Konsequenz die maximale Vertragsstrafe gegen ein Entsorgungsunternehmen verhängt, heißt es in der Vorlage.

365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Aus Sicht der Stadt gibt es viele Argumente, die Leistung an die Stadtreinigung zu vergeben. Sie verspricht sich davon einen einheitlichen Ansprechpartner für die kommunalen Leistungen am Haus sowie ein abgestimmtes Abfuhrregime zu verschiedenen Abfallarten, das auch bei Baustellen nutzbar ist. Außerdem reduziere ein sicheres Datenmanagement die Fehlerquellen und es gibt eine einheitliche Gefährdungsbeurteilung zur Befahrbarkeit von Straßenabschnitten und ein besseres Ausfallmanagement.

Für die Dresdner Bürger ist die Bereitstellung und Leerung der Blauen Tonne gebührenfrei. Immerhin sammelt die Stadt damit einen Rohstoff, für den sie wiederum Geld erhält. Derzeit bekommt man zum Beispiel bei der Ankaufstelle auf dem Nickerner Weg 5 sechs Cent für das Kilo Altpapier. Derzeit haben 51 Prozent der Dresdner Haushalte eine Blaue Tonne.

Mehr zum Thema Dresden